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Politische Bildung als Bollwerk gegen aufkommenden Rechtsradikalismus? : Potsdam, 7. Mai 2021
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# 05 Populismus, Fake News, Lügenpresse: Herausforderung politischer Bildung an Schulen Potsdam, 7. Mai 2021 POLITISCHE BILDUNG ALS BOLLWERK GEGEN AUFKOMMENDEN RECHTSRADIKALISMUS? Die Reaktionen auf die Maßnahmen zur Eindäm­mung der COVID-19-Pandemie und die Verbreitung von Verschwörungserzählungen haben einmal mehr gezeigt, dass extreme und menschenfeindliche An­sichten vermehrt Anklang in der Bevölkerung finden. Auch die Zahl der gewaltorientierten Rechtsextremen ist dem aktuellen Verfassungsschutzbericht des Lan­des Brandenburg zufolge in den letzten Jahren deut­lich gestiegen. Die Verbreitung extremer Ansichten zeigt sich nicht zuletzt in den Wahlerfolgen der AfD, die in Brandenburg durch den Verfassungsschutz be­obachtet wird, als Verdachtsfall gilt und damit eine echte Gefahr für unsere Demokratie darstellt. Kann politische Bildung als Bollwerk gegen aufkommenden Rechtsradikalismus dienen? Wie kann sie dazu beitra­gen, dass Kinder und Jugendliche sich zu kritischen Demokrat_innen entwickeln und weniger anfällig für populistische Parolen sind? Mit der in mehreren Bun­desländern stattfindenden VeranstaltungsreihePopu­lismus, Fake News, Lügenpresse: Herausforderung politischer Bildung an Schulen diskutiert die Fried­rich-Ebert-Stiftung mit Expert_innen, Schüler_innen, Praktiker_innen, Politiker_innen und Bürger_innen diese und andere Fragen. Im Juli 2020 machte der brandenburgische Landkreis Prignitz bundesweite Schlagzeilen. Die Polizei ging mit Großrazzien gegen die Neonazi-GruppeFreie Kräfte Prignitz vor, die einen Brandanschlag auf ei­nen Moschee in Wittenberge geplant hatte. Laut dem Verein Opferperspektive, der Brandenburger Fachbe­ratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt, gelten besonders die Lausitz und die Uckermark als Schwer­punktregionen für rechtsextreme Gewalt. In Cottbus sei in den letzten Jahren der Verein Zukunft Heimat, vom brandenburgischen AfD-Fraktionsvorsitzenden Hans- Christoph Berndt gegründet und vom Verfas­sungsschutz alserwiesen rechtsextremistisch ein­gestuft, besonders aktiv gewesen.