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Soziale Dimensionen der Corona-Krise in Italien
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A N A LY S E ARBEIT UND SOZIALE GERECHTIGKEIT SOZIALE DIMENSIONEN DER CORONA­KRISE IN ITALIEN Chiara Saraceno Januar 2021 Als die Corona-Krise über Italien hereinbrach, hatte das Land nicht nur mit einer enorm hohen Staatsverschuldung zu kämpfen, sondern auch mit den BIP- und Beschäftigungs­einbrüchen seit 2008/2009, die noch immer nicht wettgemacht waren. Die Einschränkungsmaßnah­men, die dazu dienen sollten, die Ansteckungsgefahr einzu­dämmen, trafen vor allem junge Menschen und Frauen hart, weil diese unter atypisch Beschäf­tigten sowie in den von den Schließungen am stärksten be­troffenen Branchen überdurch­schnittlich vertreten sind. Die einkommensschützenden Maßnahmen der Regierung gingen über die üblichen Instru­mente hinaus und berücksich­tigten sämtliche Branchen, es bestehen aber weiterhin große Ungleichheiten und viele Menschen sind aus­geschlossen.