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Zur Orientierung von Schulausgaben an Sozialindizes - ein Bundesländervergleich : Paper zur Fachkonferenz "Feuerwerk statt Brennpunkt" des Netzwerk Bildung
Entstehung
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Klaus Klemm/Daniel Kneuper Zur Orientierung von Schulausgaben an Sozialindizes ein Bundesländervergleich Paper zur FachkonferenzFeuerwerk statt Brennpunkt des Netzwerk Bildung Ungleiches ungleich behandeln dieser Leitgedan­ke liegt einem Ansatz zugrunde, der in den letzten Jahren verstärkt Eingang in die bildungspolitische Debatte gefunden hat: Demnach sollen Schulen, die aufgrund der Zusammensetzung ihrer Schüler_ innenschaft vor besonderen Herausforderungen stehen, zusätzliche Ressourcen erhalten. Grundla­ge für eine solche Ressourcensteuerung ist die Ent­wicklung von geeigneten Kriterien, zum Beispiel durch die Konstruktion von Sozialindizes. Der Beitrag bietet eine Übersicht über den Einsatz dieser Instrumente durch die 16 Bundesländer und gibt einen Einblick in aktuelle Entwicklungen. ‚Ungleiches ungleich behandeln! Wege zu einer be­darfsorientierten Schulfinanzierung unter diesem Titel veröffentlichte der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen 2016 einen Policy Brief(Morris-Lange 2016). Dieser Titel, der sich ähnlich in vergleichbaren Unter­suchungen(z. B. Möller/Bellenberg 2017) oder in neu­eren Texten zur Ressourcenverteilung findet, charak­terisiert eine die aktuellen Debatten bewegende Frage: Welchen Beitrag leistet die Verteilung von Ressourcen an Bildungseinrichtungen zur Reproduktion bzw. zum Abbau von Chancenungleichheit(vgl. auch Tillmann/ Weishaupt 2015, Groot-Wilken/Isaac/Schräpler 2016 sowie Beierle/Hoch/Reißig 2019)? Bevor dieser Frage nachgegangen wird, soll in einem ersten Abschnitt knapp dargestellt werden, wie bisher bzw. bis vor wenigen Jahren Ressourcenverteilung von statten ging und was den neuen Ansatz kenn­zeichnet. Der zweite Abschnitt bietet eine Übersicht darüber, welche der sechzehn Bundesländer auf wel­che Weise eine sozialindexgesteuerte Ressourcenzu­weisung an die einzelnen Schulen praktizieren. Dem folgt ein dritter zusammenfassender und systema­tisierender Abschnitt, abschließend wird in einem vierten Abschnitt ein knappes Fazit gezogen. 1. Die traditionelle Variante der Ressourcenzuweisung und der neue ANSATZ Der eingangs zitierte Programmsatz ‚Ungleiches un­gleich behandeln! suggeriert, dass bislang im öffent­lichen Schulwesen Ungleiches gleich behandelt werde oder worden sei. Dies ist jedoch mitnichten der Fall: In allen Bundesländern werden die einzelnen Schul­arten bei der Zuteilung von Ressourcen sehr unter­schiedlich bedacht. Blickt man einige Jahre zurück, so zeigt sich(vgl. Ta­belle 1): Im Durchschnitt aller Bundesländer unter­schieden sich im Jahr 2000 die Ausgaben je Schülerin oder Schüler deutlich: vom niedrigsten Wert bei den Grundschulen mit 3.600 Euro, über die Realschulen sowie die Schulen mit mehreren Bildungsgängen(je­weils 4.300 Euro), die Hauptschule(5.100 Euro), das Gymnasium(5.200) sowie die Gesamtschule(5.400 Euro) bis hin zum höchsten Wert bei den Sonder-