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Europa und die Zuwanderung : die Wahrnehmung von Migration in Europa und die damit verbundenen Vorstellungen in Frankreich
Entstehung
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FES PARIS Europa und die Zuwanderung Die Wahrnehmung von Migration in Europa und die damit verbundenen Vorstellungen in Frankreich JÉRÔME FOURQUET November 2017 Die von der Jean-Jaurès-Stiftung und der Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gege­bene Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ifop beleuchtet die Entwicklung der öffentlichen Meinung zur Einwanderung in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Polen. Beim Thema Flüchtlingskrise ist in allen befragten Ländern ein stark wach­sender Anteil der Bürger der Meinung, dass die Migrationsströme lange anhalten werden und eher wirtschaftliche Ursachen haben. Als Reaktion auf die Anschläge der letzten Jahre wird von einer Mehrheit der Befrag­ten ein Zusammenhang zwischen Flüchtlingskrise und Terrorgefahr hergestellt. Dies führt dazu, dass außer in Polen die meisten von ihnen eine Wiedereinführung von Grenzkontrollen im Schengen-Raum befürworten. Hingegen findet die Bereitschaft, Migranten im Rahmen der Verteilungsregelung innerhalb der EU aufzunehmen, nur in Deutschland eine mehrheitliche Zustimmung. Die Einstellungen zu einigen Aspekten der Zuwanderung(Angst vor Sogwirkung durch die Aufnahme von einer großen Zahl von Migranten, Zustimmung zur Auf­nahmepflicht von Flüchtlingen) sind in den westeuropäischen Ländern unverändert geblieben. Allerdings haben sie sich in Deutschland im Zuge der Flüchtlingskrise bei weiteren Themen stark gewandelt und sind damit der in Frankreich und Großbritan­nien herrschenden Meinung, die Grenze der Aufnahme- und Integrationsfähigkeit des Landes wäre überschritten, nähergekommen. In Frankreich ist die Wahrnehmung der Einwanderer überwiegend negativ. Die Mehr­heit der Franzosen ist der Meinung, sie seien schlecht integriert und hätten sich dies selbst zuzuschreiben. Hierbei wird die Beherrschung der Sprache und gemeinsame kulturelle Referenzen als wichtigste Grundvoraussetzung für ihre Integration genannt. Des Weiteren wird die Förderung der in diesem Bereich tätigen Verbände vor allem von Bürgern befürwortet, die die Integration der Einwanderer als gelungen ansehen.