Publikationen der StiftungJunge Straftäter:innen vor GerichtTitel
Publikationen der StiftungJunge Straftäter:innen vor Gericht
Titel
Titelaufnahme
Titelaufnahme
- TitelJunge Straftäter:innen vor Gericht : Forschungs- und Reformbedarfe im Jugendstrafrecht
- Verfasser
- Körperschaft
- Erschienen
- Umfang1 Online-Ressource (34 Seiten) : Diagramme
- SpracheDeutsch
- Serie
- DokumenttypBuch
- Schlagwörter
- Geografika
- ISBN978-3-98628-800-6
- URN
Zugriffsbeschränkung
- Das Dokument ist frei verfügbar
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- Nachweis
- Archiv
Klassifikation
Zusammenfassung
- Das Jugendgerichtsgesetz (JGG) bildet seit über 100 Jahren die rechtliche Basis, um straffällige Jugendliche auf dem Weg aus der Kriminalität zu unterstützen. Trotz wiederholter Rufe nach härteren Strafen blieb die Strafmündigkeitsgrenze unverändert, und die Sanktionen wurden nicht wesentlich verschärft. Dennoch sind Reformen nötig: veraltete Begriffe wie „schädliche Neigungen“ und „Schwere der Schuld“ sollten entfernt, die Diskrepanz zwischen Zielsetzung und Vollzug des Jugendarrests ausgeräumt, die Beschränkung von Rechtsmitteln aufgehoben und die Regelungen zur Vermögensabschöpfung überarbeitet werden. Auch bei der geplanten Entkriminalisierung der Beförderungserschleichung – einem typischen Jugenddelikt – muss die Perspektive junger Menschen stärker berücksichtigt werden. Effektive Jugendkriminalpolitik beruht weniger auf harten Durchgriffen als auf dem Ausbau gut finanzierter, personell starker sozialpädagogischer Hilfsangebote, die sowohl ambulant als auch im Jugendstrafvollzug wirken. Mehr kriminologische Forschung und eine verlässliche Jugendhilfe gelten daher als Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg.
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