Newsletter des Referats Lateinamerika und Karibik Ausgabe Nr. 1/2005 Dezember 2005 Aktueller Fokus Regionalprojekt Projekt Landesbüro Veranstaltungen Publikationen Kurzberichte Personalia Aktueller Fokus Zwischen Porto Alegre und Davos – Die neue Linke in Lateinamerika Lateinamerika ist in den letzten Jahren politisch nach links gerückt. Im Süden des Kontinents hat sich eine rosarote Welle ausgebreitet- die„Pink Tide“, wie Analysten das Phänomen bezeichnen. Diese lateinamerikanischen Linken des 21. Jahrhunderts suchen einen dritten Weg zwischen dem Staatsinterventionismus der siebziger und achtziger Jahre und den radikalen neoliberalen Reformen der Neunziger. Zwar bedienen auch sie sich linker Rhetorik und rühmen sich guter Beziehungen zum kubanischen Staatschef Fidel Castro und zum venezolanischen Links-Populisten Hugo Chávez. Doch ihre Wirtschafts- und Finanzpolitik folgt einem ausgeprägten Pragmatismus. Dabei versprechen sie eine stärkere Rolle des Staates und einen engagierten Kampf gegen die soziale Ungleichheit. Der Dezember 2005 und das Superwahljahr 2006 entscheiden darüber, ob der Linkskurs sich konsolidieren und in weiteren Ländern des Subkontinents fortsetzen wird oder ob die Bewegung bereits wieder abebbt. mehr Regionalprojekt Regionale Sicherheitskooperation Südamerika Das Thema Sicherheit dominiert die politische Agenda des 21. Jahrhunderts. Von zunehmender Kriminalität über illegale Netzwerke bis hin zu internationalem Terrorismus – auch das Politikfeld Sicherheit hat sich„entgrenzt“: Keine Regierung kann heute mehr allein die Sicherheit seiner Bürger gewährleisten. Das Projekt der Friedrich-Ebert-Stiftung„Regionale Sicherheitskooperation in Südamerika“ fördert daher die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Entscheidungsträgern und die Öffnung des Politikfeldes für die Zivilgesellschaft. Die traditionellen Akteure wie Militärs, Polizei, Zollbeamte und vor allem die zuständigen Politiker sind gefordert, überholte Souveränitätsvorstellungen zu korrigieren und eine verbesserte regionale Sicherheitskooperation einzuleiten. mehr Projekt Landesbüro Förderung der Rassengleichheit in Brasilien Das Selbstbild Brasiliens ist geprägt von der Vorstellung einer rassismusfreien, multi-ethnischen Bevölkerung. Die Wirklichkeit indes sieht anders aus: Statistiken zu Bildung, Beruf, Einkommen sowie vertikaler Mobilität weisen gravierende Ungleichheiten zwischen den Ethnien auf. In der internationalen Entwicklungszusammenarbeit mit Brasilien ist die Arbeitslinie„Rassenintegration“ bislang nur Randthema. Die Friedrich-Ebert-Stiftung in Brasilien integriert das Thema nun schrittweise als Querschnittsaufgabe in allen Arbeitsbereichen. Nach dem Sandwich-Prinzip setzt ein Teil der Aktivitäten direkt auf der Regierungsebene an, die übrigen Projekte erfolgen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Gruppen und Organisationen der Zivilgesellschaft. mehr Veranstaltungen Menschenrechtspreis 2005 Am 7. September wurde in Berlin der Menschenrechtspreis der
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(2005) 1
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