Türkei Information . sletter+ newsletter+ newsletter+ newsletter+ newsletter+ newsletter+ news Nr: 13 Nov. 2008 Rückblick: Juli bis November 2008 + EU-Fortschrittsbericht 2008 + Türkei Mitglied im UN-Sicherheitsrat + Kaukasus: Türkische Stabilitätsinitiative + Türkei-Armenien: Annäherung + Zypern: Gedämpfte Hoffnungen + Nationales Programm für EU-Reformen + Eröffnung des Ergenekon-Prozesses + Korruptionsvorwürfe gegen die AKP + CHP lehnt Verfassungsreform ab + Begründung Urteil Verbotsverfahren + AKP-Politik zur Kurdenfrage: Rücktritt + Verbotsverfahren gegen die DTP + Terror und Ausschreitungen im Südosten + Behörde für Terrorismusbekämpfung + Kommunalwahlen 2009: Ankündigungen + Bericht über Menschenrechtsverletzungen + Meinungsfreiheit: Webseiten gesperrt + Wirtschaft: Auswirkungen der Finanzkrise + Januar 2009: neue Banknoten + Sozialversicherungsreform in Kraft getreten + Schiffbauindustrie: Tödliche Unfälle + Gewerkschaftsrechte: Türk-Iş ruft ILO an + Geschlechtergerechtigkeit in der Türkei + Frauenhäuser: Mehr staatliche Unterstützung gefordert + Frauenfeindliche Vorschläge zur Änderung des Strafrechts + Bau türkischer AKWs ungewiss + Ilisu-Staudammprojekt auf der Kippe EU-Fortschrittsbericht 2008 Schon im Vorfeld der Veröffentlichung des EU- Fortschrittsbericht am 5. November wurde in der türkischen Öffentlichkeit über die zu erwartenden Einschätzungen der EU diskutiert. Wie erwartet wurde die Außenpolitik der türkischen Regierung, u.a. die Vermittlung zwischen Syrien und Israel sowie die Stabilitätsinitiative im Kaukasus und die Armenienpolitik positiv bewertet. Kritisch befasst sich der Fortschrittsbericht, der in den Medien auch „Stillstandsbericht“ tituliert wurde, mit der innenpolitischen Lage und dem Fortgang des Demokratisierungsprozesses. Im Bereich der Meinungs- und Pressefreiheit, dem Schutz von Minderheiten, der Religionsfreiheit, der Versammlungsfreiheit und der Garantie der Unversehrtheit im Polizeigewalt und Strafvollzug (Schutz vor Gewalt und Folter) sowie im Bereich der Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit wurden Defizite festgestellt. In der türkischen Öffentlichkeit wurde die Kritik weitgehend als zutreffend angesehen und die Konkretisierung des„Nationalen Plans“ zur Umsetzung des Aquis und der Garantie der Kopenhagener Kriterien angemahnt. Mit den Kapiteln„Medien und Informationsgesellschaft“ und„freier Kapitalverkehr“ sind zwei weitere Kapitel des Aquis in den Verhandlungsprozess aufgenommen worden. Die französische Regierung hatte Ende Oktober ihren Vorbehalt gegen die Verhandlungsaufnahme im Kapitel„Bildung und Kultur“ aufgegeben, so dass eventuell noch unter der französischen Ratspräsidentschaft ein weiteres Kapitel eröffnet werden wird. Damit würde sich der Verhandlungsprozess auf 11 von 35 Kapiteln erstrecken. Mit Enttäuschung reagierte die türkische Öffentlichkeit auf die Bekanntgabe eines möglichen Beitrittstermins für Kroatien(das wie die Türkei im Jahr 2005 mit den Beitrittsverhandlungen begonnen hat) im Jahr 2009 während für die Türkei keine Zeitperspektive im Strategiepapier der EU zur Erweiterung eröffnetwird. Türkei Mitglied im UN-Sicherheitsrat Die Türkei ist als eines von fünf nicht ständigen Mitgliedern(Japan, Uganda, Österreich, Mexiko) in den UN-Sicherheitsrat gewählt worden. Sie konnte sich unter den europäischen Bewerbern gegen Island mit 151 von 192 Stimmen durchsetzen und vertritt gemeinsam mit Österreich(133 Stimmen) die europäischen Länder. Die zweijährige Mitgliedschaft beginnt im Januar 2009. Die AKP-Regierung kann mit dem Sitz im Sicherheitsrat einen außenpolitischen Erfolg verbuchen, an dem sie intensiv auf diplomatischer Ebene in den letzten Jahren gearbeitet hatte. Inhalt 1 Rückblick 7 FES-Aktivitäten Referat: Westliche Industrieländer www.fes.de/international
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(2008) 13
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