Schlaglicht Israel Aktuelles aus israelischen Tageszeitungen 31. Mai – 14. Juni 2007 1. Israel und Syrien – Friedensverhandlungen oder Eskalation? Sowohl die israelische als auch die syrische Armee haben aufgerüstet und bereiten sich auf eine Eskalation in den Golanhöhen vor. Der Leiter des IDF-Nachrichtendienstes verkündete am 05. Juni vor dem Außen- und Sicherheitsausschuss der Knesset, dass ein Krieg mit Syrien immer wahrscheinlicher werde. Generalstabschef Ashkenazi drückte indes die Hoffnung aus, dass es bei Übungen bleiben werde und befürwortete Friedensgespräche mit Damaskus. Nach dem Premierminister Olmert Verhandlungsangebote von Präsident Bashar Assad zuvor abgelehnt hatte, gab er nun an, die Möglichkeit von Gesprächen werde in jedem Falle untersucht, auch wenn Gerüchte über Geheimbotschaften an Syrien mehrmals dementiert wurden. Am 12. Juni erklärten führende Stellen in Syrien, zu Verhandlungen mit Israel bereit zu sein, gaben sich aber bezüglich der Ergebnisse nicht optimistisch. In einer Umfrage der Zeitung Ma’ariv gaben 74% der befragten Israelis an, nicht zu glauben, dass Assad wirklich an Frieden interessiert sei. 44% sprachen sich gegen jeglichen Rückzug von den Golan Höhen aus, während 40% zu einem Teilrückzug im Gegenzug zu einem Friedensvertrag bereit wären. Grund zur Besorgnis „Es ist schwer, die Liste von Gründen schweigend zu ignorieren, die von der israelischen Regierung hergestellt werden, um uns zu erklären, warum man nicht einmal das klitzekleinste Interesse an einem Abkommen mit Syrien zeigen darf.[...] Noch bevor man sich an den Verhandlungstisch setzt, schreit man bei uns, dass man keinen Gesprächspartner hat.[...] Die Berichte, wonach sowohl der Generalstabschef, als auch die Außenministerin[...] die Bemühungen unterstützen, sprechen Bände. Das Problem ist, dass Ehud Olmert schon bewiesen hat, wieviel Gehör er diesen Stimmen schenkt.“ Ariella-Ringel Hoffmann, JED 06.06.07 Das Spiel mit dem Feuer „Der Premierminister überlegt, so sagt man in seinem Umfeld, zwischen dem palästinensischen und dem syrischen Kanal.[...] Frei übersetzt heißt das, dass Ehud Olmert und seine Berater überlegen, welcher internationaler Medien-Spin effektiver ist, um die Öffentlichkeit von den Versäumnissen und der Korruption in seiner Regierung abzulenken. Der PM weiß, dass beide Kanäle in eine Sackgasse führen.[...] Basha Al-Assad, ähnlich wie Olmert selbst, hat zwar Interesse an Gesprächen, aber nicht an Ergebnissen. Auch er braucht eigentlich einen Medien-Spin. Er braucht ein Manöver, das die Welt vom Hariri-Mord ablenkt und eine kugelsichere Weste gegen einen amerikanischen Angriff.[...]“ Makor/HZO 06.06.07 Nicht unter dem Einfluss der Angst und nicht unter Beschuss „Wenn die Berichte stimmen, dann wird die politische Option Syrien gegenüber zur Zeit aus den falschen Gründen in Erwägung gezogen.[...] Wenn Israel so in Verhandlungen einsteigt, könnte es seine Ziele verfehlen. Die Gefahr zu scheitern 1
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31. Mai - 14. Juni
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