Heft 
(2004) 1
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Jerusalem, den 5. November 2004 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde der Friedrich-Ebert-Stiftung, mit Spannung verfolgen wir die Nachrichten um den Gesundheitszustand des Präsidenten der Palästinensischen Autonomiegebiete, Jassir Arafat. Die Sorge ist groß, dass sich die Lage für die palästinensische Bevölkerung nach dem Tod des PLO-Vorsitzenden weiter verschlechtert, Unruhe und Machtkämpfe ausbrechen könnten. Seit langem hatte das Büro der Friedrich­Ebert-Stiftung in Ost-Jerusalem die erste Ausgabe des neuen elektronischen Newsletters check.punkt geplant. Nun überrollen uns einmal mehr die Ereignisse. Mit dem Ende der Ära Arafat steht die palästinensische Gesellschaft erneut an einem Scheideweg. Wir vertrauen auf die Stärke der palästinensischen Institutionen wie sie in den letzten zehn Jahren aufgebaut wurden und sind überzeugt, dass die palästinensische Gesellschaft ihr Potential für eine friedliche, demokratische Entwicklung nutzen wird. Die Friedrich-Ebert-Stiftung wird weiterhin bemüht sein, ihren bescheidenen Beitrag zur Lösung des Nahostkonfliktes zu leisten. Die zarten Pflänzchen der Demokratie, die sich trotz aller Hindernisse in den letzten zehn Jahren entwickeln konnten, benötigen weiterhin unsere Pflege und die verschiedenen Gesprächsfäden zwischen den israelischen und palästinensischen Partnern der Stiftung sind noch immer nicht abgerissen. Seit geraumer Zeit verspüren wir jedoch eine Notwendigkeit, noch regelmäßiger über die Hintergründe des israelisch-palästinensischen Konflikts zu berichten, gerade angesichts der Tatsache, dass uns Journalisten über eine gewisse Müdigkeit in Deutschland berichten, sich mit derverfahrenen Situation noch auseinander zu setzen. Mit diesem neuen Newsletter in elektronischer Form möchten wir allen, die über die Tagespresse hinaus Informationen über die Palästinensischen Autonomiegebiete suchen, ein Angebot machen. Der check.punk t soll ­wie der Name sagt ein Medium sein, in dem einerseits Annahmen und Meinungen über die palästinensische Gesellschaft überprüft und andererseits die Projekte der Friedrich-Ebert­Stiftung vor Ort transparenter gemacht werden können. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt unsere neue Website unter der Adresse www.fespal.com. Bitte besuchen Sie uns dort. Die hier vorliegende erste Ausgabe enthält Berichte über innenpolitische Entwicklungen, Stimmungsbilder und Informationen über FES-Projekte. In der zweiten Ausgabe des check.punkt werden wir Sie ausführlich über weitere Entwicklungen in der Westbank und im Gazastreifen informieren. Mit freundlichen Grüßen aus Jerusalem, Michèle Auga Friedrich-Ebert-Stiftung Palästinensische Autonomiegebiete