Jerusalem im November 2008 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde, in der Straße unseres Büros war in den vergangenen Tagen viel Aufruhr. Als die Mitarbeiter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Ost-Jerusalem an einem Montagmorgen vor zwei Wochen in die Abu Baker As-Sadiq Street zu ihrem Büro einbiegen wollten, versperrte ihnen eine personalstarke Polizeisperre den Weg. Besonders die palästinensischen Mitarbeiter hatten große Probleme, durchgelassen zu werden. Der Grund: In der Nacht zum Sonntag hatten israelische Sicherheitskräfte nach einem umstrittenen Gerichtsbeschluss das Haus der Familie Al-Kurd umstellt. Die Bewohner, ein alter Mann im Rollstuhl und seine Frau, wurden zum Auszug gezwungen. Mit einem Solidaritätszelt, das mehrfach von israelischen Sicherheitskräften zerstört wurde, protestierte die Familie mit Hilfe zahlreicher palästinensischer Unterstützer über zwei Wochen lang gegen ihre Vertreibung. Diese friedliche Demonstration fand ein großes Echo nicht nur in palästinensischen Medien. Der Fall zeigt beispielhaft die häufig stattfindende Räumung palästinensischer Häuser in Ost-Jerusalem und den Siedlungsausbau in diesem Gebiet – für das Viertel gibt es Pläne zur Errichtung einer 200 Wohneinheiten umfassenden Siedlung. Mehr zu den Geschehnissen in unserer Nachbarschaft und zur Arbeit der FES Jerusalem lesen Sie im folgenden Newsletter und auf unserer Homepage unter www.fespal.org. Ich wünsche Ihnen und Euch eine schöne und friedliche Adventszeit! Mit den besten Grüßen,
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(2008) 18. Hausräumung in Sheikh Jarrah
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