03. 2013 AKTUELLES AUS DER PALÄSTINENSISCHEN PRESSE 2 2. 0 3.- 2 8. 0 3. 2 0 1 3 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde der Friedrich-Ebert-Stiftung, vom 20. bis zum 22. März besuchte US-Präsident Barack Obama Israel und die Palästinensischen Gebiete. Im Vorfeld hatte die US-Administration verlautbaren lassen, der Präsident komme, um zuzuhören und habe keinen amerikanischen Friedensplan im Gepäck. Im Zentrum der Gespräche mit dem israelischen Premierminister Netanjahu standen die Politik gegenüber dem Iran sowie der syrische Bürgerkrieg. Erst an dritter Stelle rangierte der israelisch-palästinensische Konflikt. Inhaltlich näherte sich Obama während seines Aufenthaltes verglichen mit früheren Stellungnahmen den Positionen der israelischen Regierung an. So nahm er Abstand von der Forderung eines erneuten Siedlungsstopps und rief stattdessen zu Verhandlungen ohne Vorbedingungen auf. Zudem verzichtete er darauf, die Grenzen von 1967 als Grundlage einer friedlichen Lösung des israelischpalästinensischen Konflikts zu nennen. Vor diesem Hintergrund sind palästinensische Kommentatoren skeptisch, was das amerikanische US-Engagement in Nahost betrifft und fürchten einen erneuten langwierigen Prozess ohne klar definierte Rahmenbedingungen, an dessen Ende die Palästinenser mit leeren Händen dastehen. Während Obama das Vertrauen der israelischen Öffentlichkeit durch sein klares Bekenntnis zur„ewigen Allianz“ zwischen Israel und den Vereinigten Staaten gewinnen konnte, hat er in den Augen der meisten Palästinenser weiter an Glaubwürdigkeit verloren. Unterschiedlich wird die Entschuldigung des israelischen Premierministers Netanjahu bei seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan beurteilt. Infolge der Erstürmung Schiffes„Mavi Marmara“ durch israelische Militäreinheiten, bei der neun Aktivisten ums Leben gekommen waren, hatten die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Verbündeten der USA einen Tiefpunkt erreicht. Die„Mavi Marmara“ war im Mai 2010 aus der Türkei aufgebrochenen, um die israelische Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Nach Netanjahus Entschuldigung kündigte der türkische Premierminister Verhandlungen über Entschädigungszahlungen für Mitte April an. Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre! Ihr Team der FES-Ost-Jerusalem Design: ery foto Seite 1
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(2013) 03
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