09. 2013 AKTUELLES AUS DER PALÄSTINENSISCHEN PRESSE Liebe Freundinnen und Freunde der Friedrich-Ebert-Stiftung. Zwanzig Jahre nach dem berühmten Handschlag zwischen Yassir Arafat und Yitzhak Rabin auf dem Rasen des Weißen Hauses ist in den Palästinensischen Gebieten fast nur noch Ernüchterung zu verspüren. Von der Hoffnung auf einen bald realisierbaren Staat Palästina ist wenig übrig geblieben. Und in der Tat: die Lebenssituation vieler PalästinenserInnen hat sich seit dem Oslo-Abkommen verschlechtert. Die Zahl der Siedler ist stetig angewachsen, die Bewegungsfreiheiten wurden immer stärker eingeschränkt und die wirtschaftliche Entwicklung wird durch die Besatzungssituation stark begrenzt. Viele Palästinenser sehen daher den Oslo-Prozess inzwischen als kardinalen Fehler der palästinensischen Führung, der Israel unter dem Deckmantel von Verhandlungen erlaubt hat die Besatzung zu festigen und durch den nahezu ununterbrochenen Ausbau der Siedlungen unumkehrbare „Facts on the Ground“ zu schaffen. Vor diesem Hintergrund begegnen viele Palästinenser der Wiederaufnahme von Gesprächen zwischen Israel und der Palästinenserführung mit großer Skepsis oder gar offener Ablehnung. Eine mehrheitsfähige Alternative zeichnet sich aber nicht ab. So bleibt die Frage: Kann die Staatengemeinschaft Israelis und Palästinenser nicht nur dazu bewegen, an den Verhandlungstisch zurück zu kehren sondern dort auch notwendige Zugeständnisse zu machen? Nach 20 Jahren Oslo-Prozess ist die Skepsis in den palästinensischen Medien u n v e r k e n n b a r. Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre! Ihr Team der FES-Ost-Jerusalem Oslo ist tot – Es lebe Palästina! 15.09.2013, Maan News Agency Nasser Al-Lahham, Vorsitzender der Maan News Agency 20 Jahre nach der Unterzeichnung des Oslo-Abkommens ist deutlich geworden, dass die Araber in allen Belangen versagt haben. Trotz allem können wir, die Palästinenser, unsere Köpfe mit Stolz erheben, auch in den Zeiten der arabischen Untreue. Aufgrund meiner Arbeit habe ich versucht, Interviews und Treffen mit hochrangigen PA-Entscheidungsträgern durchzuführen, um mich mit ihnen über ihre Erfahrungen zu unterhalten. Keiner der Spitzenpolitiker, die das Oslo-Abkommen begleitet haben, ist jedoch bereit, darüber zu sprechen. Es gibt eigentlich nichts zu verstecken, da die ganze Welt die Geheimnisse des Abkommens kennt. Arafat selbst war gegen das Oslo-Abkommen. Ein berühmter Satz von ihm war:„Wenn ihr einen Kritikpunkt gegen das Oslo-Abkommen habt, habe ich Design: ery foto Seite 1
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(2013) 09
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