09. 2014 AKTUELLES AUS DER PALÄSTINENSISCHEN PRESSE Liebe Freundinnen und Freunde der Friedrich-Ebert-Stiftung in Jerusalem, Knapp zwei Monate nach dem Ende des Gaza-Krieges fand in Kairo eine Geberkonferenz statt. Die 50 Teilnehmerstaaten und 20 teilnehmenden internationalen Organisationen berieten über effektive Mittel um Gaza zu helfen, ohne eine Zweckentfremdung ihrer Beiträge zu riskieren. Durch fi nanzielle Hilfe soll den Menschen in Gaza ein Ausweg aus der Gewalt geboten und die Struktur für eine friedliche Zukunft geschaffen werden. Der palästinensischen Einheitsregierung wurde Unterstützung in Höhe von 5,4 Milliarden USD zugesagt. Die Reaktion in Gaza darauf war positiv. In den palästinensischen Zeitungen wurden dennoch klare Worte gefunden, dass Geld allein nicht ausreicht. Die allgemeine Forderung ist die Anerkennung Palästinas als ein Staat und das Ende der israelischen Besatzung als Prämisse für den Frieden. Die Geberkonferenz hat die Palästinafrage wieder relevant gemacht und für neue Hoffnung der Menschen in Gaza gesorgt. Nun gilt es für die Geberländer und die palästinensische Einheitsregierung gemeinsam Verantwortung für die Bewältigung der Krise zu übernehmen und dabei auch Israel in die Pflicht zu nehmen. In der palästinensischen Presse der letzten Woche wurde„die volle, reale Freiheit“(Mustafa Barghouti) gefordert. Dr. Hani Aqad schrieb:„Israel muss zur Rechenschaft gezogen werden“ und die Chefredaktion der Al-Quds Zeitung warnte, dass die „Umsetzung der politischen und finanzi ellen Versprechungen offen“ sei. Al-Hayat Al-Jadedah fasste zusammen:„Es geht allen voran um die Formulierung der Palästinafrage als eine nationale Frage mit dem Ziel des Endes der Besatzung.“ Wir wünschen eine spannende Lektüre! Ihr Team der FES Ost-Jerusalem Das Dilemma und die Lösung Redaktionskommentar 13.10.2014, Al-Hayat Al-Jadedah Präsident Abbas empfing die Teilnehmer der Konferenz über den Wiederaufbau von Gaza mit warmen Grüßen. Im Anschluss ging er direkt zum Wesen des Dilemmas über, dem Grund für die Zerstörung von Sicherheit und Stabilität, der Vergangenheit und der Gegenwart, des Blutvergießens und des Leidens der Palästinenser: die Realität der israelischen Besatzung. In seiner Rede sagte Abbas:„Wenn der seit mehr als zwanzig Jahren laufende, auf dem Oslo-Abkommen basierende Friedensprozess Erfolg hätte, und wenn die arabische Friedensinitiative von den Israelis angenommen und angewendet werden würde, und wenn die Vision der Zwei-Staaten-Lösung respektiert werden Design: ery foto Seite 1
Heft
(2014) 09
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten