Aufsatz 
Wirtschaft als Ordnungsfaktor? : Die türkischen Wirtschaftsbeziehungen mit dem Nordirak
Entstehung
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Wirtschaft als Ordnungsfaktor? Die türkischen Wirtschaftsbeziehungen mit dem Nordirak FAHRI TÜRK Handelsbeziehungen zwischen der Türkei und dem Nordirak Fast die Hälfte der Waren, die im Nordirak verkauft werden, kommen aus der Türkei. Nach Angaben von Mohammad Rauf, dem Handelsmi­nister der kurdischen Regierung im Nordirak, betrug im Jahr 2005 das Volumen des bilateralen Handels, der über den Grenzübergang von Ha­lil Ibrahim abgewickelt wurde, acht Milliarden us -Dollar. Einen weiteren Grenzübergang in den Nordirak passierten im gleichen Jahr Lebensmit­tel aus der Türkei im Wert von 58,4 Millionen us -Dollar, im Jahr 2006 im Wert von 151 Millionen us -Dollar. Nach Ansicht von Minister Rauf würde die Zahl der türkischen Firmen von aktuell 350 auf 3 000 zuneh­men, würde die Türkei offizielle Beziehungen zur kurdischen Regierung im Nordirak aufnehmen. Zwar pflege die akp -Regierung gute Beziehun­gen zur kurdischen Regierung im Nordirak, so Rauf, doch könne sie aus Rücksicht auf das Militär nicht einmal den kurdischen Handelsminister in die Türkei einladen. 1 Im Jahr 2006 wurde Naza Mall, die größte Supermarktkette in Arbil, von dem einheimischen Geschäftsmann S ¸ ahap eröffnet. Sie setzt monat­lich Waren im Wert von 1,5 Millionen us -Dollar aus der Türkei um. S ¸ ahap bot an, in Zukunft sämtliche Waren in der Türkei zu kaufen, sofern die türkische Regierung auf die Erhebung der Mehrwertsteuer in Höhe von 18 Prozent verzichte. S ¸ ahap hegt auch den Wunsch, dass die Türkei Visa­Erleichterungen für irakische Geschäftsleute einführt. Trotz aller Schwie­rigkeiten kommt fast die Hälfte aller Waren, die im Nordirak verkauft werden, aus der Türkei. Was man in einem Supermarkt in der Türkei kau­fen kann, findet man ebenfalls im Nordirak. 2 1. Vgl. Milliyet, 9. April 2007. 2. Ebd. ipg 4/2008 Türk, Türkisch-irakische Wirtschaftsbeziehungen 33