Druckschrift 
Im Osten was Neues? : Perspektiven von Migrant_innen - Schwarzen Menschen - Communitys of Color auf 30 Jahre (Wieder-)Vereinigung und Transformationsprozesse in Ostdeutschland : 28.-30. Oktober 2020, Hochschule Mittweida, Tagungsdokumentation
Entstehung
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Elsner, Eva-Maria und Elsner, Lothar. Zwischen Nationalismus und Internationalismus: Über Ausländer und Ausländerpolitik in der DDR 1949 1990; Darstellung und Dokumente. Rostock: Norddt. Hochschulschriften­Verlag, 1994. Enzenbach, Isabel und Julian Oelkers.Eigensinn im Bruderland:Ich Dachte, Dann Habe Ich Ein Besseres Leben. https://bruderland.de.epd/dpa/krott.Berlin Schreibt Weltgeschichte: Mohrenstraße WirdUnver­züglich Umbenannt. https://www.welt.de/politik/deutschland/article214001656/Rassismusvorwuerfe-Moh­renstrasse-in-Berlin-wird-unverzueglich-umbenannt.html. Hamann, Ulrike.Prekäre koloniale Ordnung.. Dissertation Hügel-Marshall, Ika. Entfernte Verbindungen: Rassismus, Antisemitismus, Klassenunterdrückung. 2. Aufl. Berlin: Orlanda-Frauenverl., 1999. Internationaler Austausch von Schwarzen Frauen und Immigrantinnen Berlin.Einladung: Hintergrundinformationen Zum Treffen. 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Erinnerungs-, Gedenk-, Widerstands- und Zugehörigkeitsnarrative Cynthia Zimmermann: 4.3 Doppelte Mauer Das Vergessenwerden hat Ge­schichte. Rassismus von DDR bis heute Selbstpositionierung und mein Weg zur Initiative 12. August Als eine Teilnehmer_in dieser Tagung habe ich eine interessante Erkenntnis ge­macht: Es ist nicht von unerheblicher Bedeutung, sich beispielsweise hier als Autor_in selbst zu positionieren. Damit wird die persönliche Ebene und die damit verbundene politische Haltung transparent und die Einordnung dieses Textbeitra­ges für die Leser_innen gut ermöglicht. Schmunzelnd bezeichne ich mich selbst als Ossi of Color 1 und bin die Tochter einer ehemaligen DDR-Bürgerin und eines ehemaligen, aus Kuba stammenden, Arbeits­migranten in der DDR. Offiziell gehöre ich zur2. Generation Vertragsarbeit und habe laut deutscher Definition einenMigrationshintergrund. Mein Vater lebte vier Jahre im heutigen Chemnitz und musste, wie viele andere, die DDR nach der Beendigung seiner Vertragsarbeit 1982 verlassen. Für mich hat das damalige Un­sichtbarmachen und die bis heute andauernde Marginalisierung von DDR-Immi­grierenden und ihren Erfahrungen eine persönliche Konsequenz: Ein biografisches Mosaik, ein bruchstückhaftes Bild und die damit verbundene Anstrengung, diese Leerstellen des öffentlichen Diskurses über die DDR sowie des deutschen Vereini­gungsprozesses aufzufüllen. Eine dieser Diskurslücken entstand aus der Bagatel­lisierung und dem Verleugnen von rassistischer Gewalt in der damaligen DDR. So kam ich zurInitiative 12. August In Erinnerung an Delfin Guerra und Raúl Garcia Paret". In Erinnerung an Delfin Guerra und Raúl Garcia Paret Delfin Guerra und Raúl Garcia Paret kamen 1978 aus Kuba in die DDR, um eine Ausbildung zu absolvieren. Sie arbeiteten als sogenannte Vertragsarbeiter_innen in Merseburg, Sachsen-Anhalt. Dabei waren sie häufig rassistischen Beleidigungen und Übergriffen ausgesetzt. Wenn es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kam, konnten die Betroffenen geringen bis keinen Schutz durch die Volkspolizei erwar­1 Vgl.Erinnern stören. Der Mauerfall aus migrantischer und jüdischer Perspektive, Rosa Luxemburg Stiftung, herausgegeben von Massimo Perinelli, Lydia Lierke, https://www.rosalux.de/publikation/id/43063 (abgerufen am 14.06.2021), 451ff. 85