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Otto Wels und die Verteidigung der Demokratie : Vortrag im Rahmen der Reihe "Profile des Parlaments" der Evangelischen Akademie zu Berlin am 14. Februar 2002
Entstehung
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6 Der Evangelischen Akademie Berlin und hier insbesondere Herrn Prof. Leicht kommt das Verdienst zu, diese Vortragsreihe ins Leben gerufen zu haben. Dafür herzlichen Dank! Einen Schönheitsfehler hat diese Vortragsreihe in meinen Augen dennoch. Es fehlen bei den vorzustellenden Persönlich­keiten die Frauen! Auch bei meinem Vortrag wird es sich nicht um den politischen Lebenslauf einer Frau handeln. Meine Suche nach einer geeigneten weiblichen Persönlichkeit blieb leider er­folglos. Doch wenn die Evangelische Akademie irgendwann einmal eine Vortragsreihe zum ThemaPersönlichkeiten der deutschen Wiedervereinigung veranstaltet, dann wird sicher der unverges­sene Einsatz von Regine Hildebrandt zu würdigen sein. Der Mann, über den ich sprechen möchte, scheint weitgehend vergessen. Bei genauerem Hinsehen fällt jedoch auf, dass der Name Otto Wels in verschiedenen Zusammenhängen immer wieder auftaucht. So trägt die Parteizentrale der Brandenburger SPD seinen Namen. Auch der Sitzungssaal der SPD-Bundes­tagsfraktion im Reichstagsgebäude ist nach ihm benannt, um nur zwei Beispiele zu nennen. Für diese ehrenden Erinnerungen gibt es gute Gründe: Wels war mehrere Jahre als Bezirkssekretär der SPD für die Provinz Brandenburg tätig und hat in dieser Funktion Großes geleistet. Ab dem Jahr 1919 hatte er zudem gemeinsam mit Hermann Müller das Amt des Parteivorsitzenden der Sozialdemokrati­schen Partei Deutschlands inne. Zumeist wird sein Name jedoch von historisch Interessierten mit einem ganz bestimmten Ereig­nis in Verbindung gebracht. Fällt der Name Otto Wels, so hört man häufig die Frage:Ist das nicht der Sozialdemokrat, der die Rede gegen Hitlers Ermächtigungsgesetz gehalten hat?