Sammelwerk 
Arbeit am Mythos Rosa Luxemburg : braucht Berlin ein neues Denkmal für die ermordete Revolutionärin? ; Gedanken
Entstehung
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17 Anhang Hans Kremendahl SPD: Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht Der Landesgeschäftsführer der Berliner SPD, Dr. Hans K r e ­m e n d a h l, hat heute erneut zur Teilnahme an der Gedenkver­anstaltung zum Todestag von Rosa Luxemburg und Karl Lieb­knecht am 15. Januar aufgerufen. Einen entsprechenden Be­schluss hatte der SPD-Landesvorstand mit großer Mehrheit am 8. Dezember 86 gefasst. Kremendahl erklärte: Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, die am 13. Januar 1919 von Freikorps bestialisch ermordet wurden, waren die ers­ten Todesopfer, die das Treiben republikfeindlicher Kräfte nach dem 1. Weltkrieg forderte. Schon dies allein ist Grund genug, ihrer zu gedenken. Vor dem 1. Weltkrieg gehörten sie zu einem radikal-sozialistischen Minderheitsflügel in der SPD, der das Mittel der direkten Aktion und des Massenstreiks propagierte. Ihre konsequente Gegnerschaft gegen den Krieg brachte ihnen während des 1. Weltkrieges politische Verfolgung ein. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie setzten sie sich für ein Rä­tesystem, als die nach ihrer Auffassung einzig mögliche Form einer sozialistischen Demokratie, ein. Dies war, wie die Ge­schichte lehrt, ein Irrtum. Die Entscheidung der Sozialdemokra­tie für den parlamentarischen und demokratischen Weg hat sich trotz des Scheiterns der Weimarer Demokratie als richtig erwie­sen. Gleichwohl ist es eine Geschichtsklitterung ersten Ranges, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht als Vorläufer des autori­tären Parteikommunismus marxistisch-leninistischer Prägung zu betrachten. Vor allem Rosa Luxemburg hat sich mit dem Le­nin`schen Konzept einer zu allem legitimierten Avantgardepartei konsequent und scharfsinnig auseinandergesetzt. Sie hat vor den