12 Nachhaltigkeit die Kooperation im Umweltschutz/Erneuerbare Energien entwickelt(vgl. die Analyse in dieser Reihe Unbezahlbares Wachstum – Chinas ökologische Herausforderung). Das zeigt sich in der Konzentration der Mittel(mit einem Anteil von deutlich über 50% bei den Zusagen der finanziellen und technischen Zusammenarbeit) und in der Bandbreite der Projektansätze. Bei der Förderung erneuerbarer Energien reichen sie von der Technologie der Energiegewinnung bis zur Entwicklung und Erprobung dezentraler Versorgungsstrukturen. Im Umweltschutz liegt der Schwerpunkt inzwischen auf der Entwicklung von integrierten Konzepten, etwa zur Schadstoffbehandlung, in der Entsorgungswirtschaft und beim vorbeugenden Umwelt- und Ressourcenschutz in der Industrie( cleaner production). Nach dem positiven Echo, auf das die erste chinesisch-deutsche Umweltkonferenz im Dezember 2000 in Peking auch in der Wirtschaft gestoßen ist, ist für Ende 2003 in Berlin eine Nachfolgekonferenz zum Thema Energie geplant. FES-Analyse: VR China – Partner Deutschlands Während in der Entwicklungszusammenarbeit relativ leicht nachzuprüfen ist, ob die Projekte auch die anvisierten Zielgruppen erreichen, ist die Wirksamkeit von gemeinsamen Vorhaben wie dem im Jahr 2000 unter Federführung der beiden Justizministerien vereinbarten Rechtsstaatsdialog ungleich schwerer zu messen. Die Regierung in Peking bestimmt nicht nur den Kreis der chinesischen Teilnehmer(überwiegend aus Verwaltung und Wissenschaft) an den einmal im Jahr abwechselnd in Deutschland bzw. in China stattfindenden Fachsymposien, sondern entscheidet letztlich auch über die Auswahl der dort behandelten Themen. Entsprechend war das erste Zwei-Jahres-Programm dieses Dialogs überwiegend von Fragen der Wirtschaftsordnung und des Verwaltungsrechts und nicht von den unmittelbar relevanten Menschenrechts-Themen wie der Strafrechtspraxis, dem Umgang mit der Administrativhaft und der Todesstrafe geprägt. Wettbewerb unter verschärften Bedingungen Am sichtbarsten ist die Dynamik in der Entwicklung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen. Atmosphärisch etwas eingetrübt wird die ansehnliche Bilanz im Handel und beim Wachstum der deutschen Direktinvestitionen durch den Umstand, dass die chinesischen Partner in die fortgesetzte Leistungs- und Reformfähigkeit der eigenen Wirtschaft gegenwärtig weit mehr Vertrauen setzen als in die der deutschen Volkswirtschaft. Der Kanzler und die Delegation, die ihn Ende 2002 zur Einweihung des Transrapid in Shanghai begleitete, konnten das in der chinesischen Presse nachlesen, etwa in der Zeitung Huanqiu Baodao(Global News). Das Blatt beschäftigte die Frage, ob das Transrapid-Projekt für die Not leidende deutsche Wirtschaft nicht eigentlich viel wichtiger sei als für China und verband das mit allgemeinen Betrachtungen darüber, was die Deutschen von der Vitalität der Chinesen inzwischen alles lernen könnten. Mit einem Anstieg des bilateralen Warenaustausches um 10,9% gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt rd. 35,6 Mrd. EUR(Quelle: Bundesagentur für Außenwirtschaft) hat Deutschland 2002 seine Position als wichtigster europäischer Handelspartner Chinas weiter gefestigt. Verglichen mit 1992(17,4 Mrd. DM), hat sich das Handelsvolumen innerhalb dieses Zeitraums vervierfacht. Der Blick auf die Verteilung des gesamten Außenhandels beider Länder relativiert das Bild. Nach der chinesischen Statistik liegt
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VR China - Partner Deutschlands : Herausforderungen für die deutsch-chinesischen Beziehungen
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