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Polen und Deutschland gemeinsam in der EU : auf dem Wege zur vollen Dienstleistungs- und Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa? ; Eine gemeinsame Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Wirtschafts- und Handelsabteilung des Generalkonsulats der Republik Polen in Köln am 20. Juni 2005 in Köln
Entstehung
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19 Zahl der Arbeitskräfte aus der EU-24 in Polen Im Jahr 2004 seien ca. 20.000 offizielle Arbeitsgenehmigungen für EU- Ausländer in Polen ausgestellt worden, hält der EU-Experte aus dem Ministerium für Wirtschaft und Arbeit der Republik Polen Janusz Grzyb fest. Die größte Gruppe der Arbeitsimigranten in Polen stellten Deutsche in den Bereichen Banken, Management, Autoindustrie und Technologiesektor. Hierbei würden Briten, Iren und Schweden nicht miterfasst, da sie aufgrund der Öffnung ihrer Arbeitsmärkte für polnische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger auch keine Arbeitsgenehmigung in Polen benötigten. Bisher nehme Polen in Bezug auf die anderen Länder die Schutzklausel in Anspruch, da diese entweder nur teilweise den Zugang durch z.B. die Erstellung von Kontingenten für Bürger der neuen Mitgliedstaaten(Italien, Niederlande) ermöglichten oder durch Übergangsfristen stark einschränkten(Österreich, Deutschland). Für Staatsangehörige aus diesen Ländern regelten weiterhin die bisherigen Modalitäten die Zulassung ausländischer Arbeitskräfte in Polen. Die polnische Regierung ziehe eine vollständige Öffnung der Arbeitsmärkte nach zwei Jahren in Erwägung. Bevorzugte Länder für die Arbeitsmigration In Deutschland sei die Anzahl der polnischen Saisonarbeiter gestiegen. Im Jahr 1991 habe sie 60.000 betragen. Im Jahr 2005(Januar bis Juli) sei sie auf 228.805 gewachsen, so der Vertreter des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit der Republik Polen. Den Anstieg führt er nicht in erster Linie auf die erhöhte Mobilität der polnischen Arbeitskräfte zurück. Vielmehr sieht er die Ursache in der stärkeren Nachfrage auf deutscher Seite. Ca. 90% der beschäftigten polnischen Saisonarbeiter würden von den deutschen Arbeitgebern namentlich angefordert, weil sie bereits vor der Osterweiterung Arbeitsbeziehungen aufgenommen hätten. Auch wenn ca. 90% der ins EU-Ausland vermittelten polnischen Arbeitskräfte nach Deutschland kämen, so seien dies jedoch zum größten Teil Saisonarbeiter. In der ersten Hälfte des Jahres 2005 habe ihr Anteil 91,62% betragen. Viele qualifizierte polnische Arbeitskräfte ziehe es in die Länder, die sich für eine volle Öffnung der Arbeitsmärkte entschieden haben, so Janusz Grzyb. Diese Länder(Großbritannien, Irland und Schweden) hätten daraus ökonomische Vorteile gezogen. Etwa die Hälfte der in Großbritannien beschäftigten polnischen Arbeitnehmer hätten jedoch bereits vor dem 1. Mai 2004 dort gearbeitet. Sie hätten die Osterweiterung somit zur Legalisierung ihres Aufenthalts genutzt. Arbeitsvermittlungen nach Schweden gab