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Polen und Deutschland gemeinsam in der EU : auf dem Wege zur vollen Dienstleistungs- und Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa? ; Eine gemeinsame Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Wirtschafts- und Handelsabteilung des Generalkonsulats der Republik Polen in Köln am 20. Juni 2005 in Köln
Entstehung
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20 es hingegen wenige, obwohl das Land seinen Arbeitsmarkt vollständig geöffnet habe. Jedoch hat sich auch der von der schwedischen Regierung befürchtete Sozialtourismus nicht eingestellt. Polen in Deutschland In den 15 Jahren nach der Wiedervereinigung sei die Anzahl polnischer Werkvertragsarbeitnehmer auf dem deutschen Markt stark gesunken, so der Präsident des Verbandes polnischer Dienstleistungsunternehmen Julian Korman(s. Abb. 3). Er führt den Rückgang der Zahl polnischer Arbeitnehmer in Deutschland auf die Einführung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes im Jahr 1996 und auf den Stopp der neuen EU-Dienstleistungsrichtlinie zurück. Janusz Grzyb aus dem Ministerium für Wirtschaft und Arbeit der Republik Polen hebt hervor, dass sein Land nicht an der Emigration seiner Arbeitskräfte interessiert sei, da die polnische Wirtschaft angesichts eines Wirtschaftswachstums von 5% ihre qualifizierten Arbeitskräfte selbst brauche. Abbildung 3: Entwicklung der Anzahl polnischer Werkvertragsarbeitnehmer in Deutschland Jahr Anzahl polnischer Werkvertrags­arbeitnehmer in Deutschland 1989(im Durchschnitt) 46.000 September 1992 63.515 Oktober 1992 61.591 März 1996 26.252 2004(im Durchschnitt) 17.995 Mai 2005 11.383 Quelle: Verband der Polnischen Dienstleistungsunternehmen in Deutschland e.V. Er spricht sich gegen einen weiteren sogenanntenBrain Drain aus. Insbesondere im Technologiebereich, der für die wirtschaftliche Entwicklung eine große Bedeutung habe, seien die Kosten für die Qualifizierung von Arbeitskräften sehr hoch. Gingen die polnischen Arbeitskräfte nach ihrer Ausbildung ins Ausland, würden sich die Kosten nicht amortisieren.