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Polen und Deutschland gemeinsam in der EU : auf dem Wege zur vollen Dienstleistungs- und Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa? ; Eine gemeinsame Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Wirtschafts- und Handelsabteilung des Generalkonsulats der Republik Polen in Köln am 20. Juni 2005 in Köln
Entstehung
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22 konkurrierten die einzelnen Beitrittsstaaten um Investoren im Osten, zum anderen wirke sich der Steuerwettbewerb senkend auf die Steuersysteme in den alten EU­Staaten aus. Interessante Befunde habe das Institut der deutschen Wirtschaft Köln zur Frage der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen geliefert. Eine Befragung von über 1500 west- und ostdeutschen Firmen nach den Erwartungen und Erfahrungen mit der EU-Osterweiterung habe ergeben, dass viele Sorgen bereits zerstreut seien(s. Abb. 4). Effekte der Dienstleistungsfreiheit auf polnische Unternehmen in Polen Unter den kleinen und mittleren Unternehmen(KMU) in Polen seien auf der einen Seite aufgrund der steigenden Konkurrenz relativ viele Insolvenzfälle registriert worden. Auf der anderen Seite habe die gute Konjunktur im Jahre 2004, die zur Erhöhung der Produktion und der Erweiterung der Nachfrage nach Dienstleistungen beigetragen habe, die negative Tendenz ausgleichen können. Durch die Aufhebung der inneren Zollgrenzen hätten sich polnische Transportunternehmen im internationalen Verkehr besser etablieren können. Mit dem Beitritt hätten polnische Unternehmen zudem Zugang zum Markt der öffentlichen Aufträge in 24 Mitgliedsstaaten erhalten. Nach dem 1. Mai 2004 hätten 21 polnischen Unternehmen in einem anderen Mitgliedstaat öffentliche ausgeschriebene Aufträge gewonnen. Effekte der Dienstleistungsfreiheit auf polnische Konsumenten Die Niederlassungsfreiheit habe aus Sicht der polnischen Bevölkerung Vorteile. Die polnischen Verbraucher hätten aufgrund der vermehrten Niederlassungen ausländischer Firmen in Polen einen besseren Zugang zu bestimmten Gütern und Dienstleistungen, eine größere Auswahl und Güter höherer Qualität. Dies beträfe z.B. Angebote im Bereich Telekommunikation, Finanzdienstleistungen, Touristik, Flugverkehr. Der Präsident des Verbandes der Polnischen Dienstleistungsunternehmen in Deutschland schildert den Eindruck mancher Polen, dass es ihnen schlechter als vorher gehe. Handelsketten, die den polnischen Markt mit billigen und qualitativ minderwertigen Waren aus China überschwemmten und den Einzelhandel aufrollten, würden durchaus nicht einhellig begrüßt.