55 entgegenstünden, bekräftigt Janusz Grzyb. Liberalisierung sei der Motor für mehr Wachstum und mehr Exporte, verbessere die Lage auf dem Arbeitsmarkt und erhöhe die Konkurrenzfähigkeit, zitiert Danuta Dominiak-Wo ź niak, Leiterin der Wirtschaftsund Handelsabteilung des Generalkonsulats der Republik Polen in Köln eine Studie des Economic Institute of Copenhagen. Europa müsse die Chancen der Osterweiterung besser nutzen, um seine Konjunkturprobleme zu bewältigen, die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt in den Griff zu bekommen und der Globalisierung erfolgreich zu begegnen. Lale Akgün MdB, SPD-Bundestagsabgeordnete, Mitglied des Ausschusses für die Angelegenheiten der Europäischen Union im Deutschen Bundestag, hebt hervor, dass die Lissabon-Strategie nicht nur auf wirtschaftliche Dynamik, sondern auch auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und den sozialen Zusammenhalt abziele. Es gehe also nicht nur um die Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch um die Stärkung und Wahrung des europäischen Sozialmodells. Menschen dürften nicht zu Opfern von Lohn- und Sozialdumping werden. Ihre fundamentalen Rechte als Arbeitnehmer müssten in einem Land für alle gelten, unabhängig vom Sitz des Arbeitgebers. Auch wenn die EU klare Impulse für den Binnenmarkt brauche, müsse die Dienstleistungsrichtlinie auch auf den sozialen Aspekt ausgerichtet werden. Dies sei in Art. 3 formuliert: Artikel 3 – Die Ziele der Europäischen Union: „Die Union wirkt auf die nachhaltige Entwicklung Europas auf der Grundlage eines ausgewogenen Wirtschaftswachstums und von Preisstabilität, eine in hohem Maße wettbewerbsfähige soziale Marktwirtschaft, die auf Vollbeschäftigung und sozialen Fortschritt abzielt, sowie ein hohes Maß an Umweltschutz und Verbesserung der Umweltqualität hin. Sie fördert den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt.“ 11 Wolle man die EU zu einem Raum des sozialen Zusammenhalts gestalten- so Lale Akgün MdB- müsse man im Sinne der Verfassung die Sozialstandards harmonisieren. 11 Der Text der Verfassung ist auf folgender Homepage abrufbar: http://europa.eu.int/constitution /de/ptoc2_de.htm#a3, 26.8.2005
Druckschrift
Polen und Deutschland gemeinsam in der EU : auf dem Wege zur vollen Dienstleistungs- und Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa? ; Eine gemeinsame Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Wirtschafts- und Handelsabteilung des Generalkonsulats der Republik Polen in Köln am 20. Juni 2005 in Köln
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