Was tun im Alltag?! Stellen Sie Blickkontakt her und versuchen Sie, Kommunikation herzustellen bzw. aufrechtzuerhalten. Sprechen Sie ihn direkt an und hören Sie zu. In der Gruppe entscheidet er, wie es weitergehen soll. Teilen Sie das Offensichtliche mit, sprechen Sie ruhig, laut und deutlich und erklären Sie, was Sie von dieser Situation halten. Hören Sie zu, was der Angreifer zu sagen hat. Ein bisschen Zeit haben Sie dann schon gewonnen und können aus den Antworten Ihre nächsten Schritte ableiten. Drohen und beleidigen Sie nicht. Machen Sie keine geringschätzigen Äußerungen über den Angreifer. Versuchen sie nicht, ihn einzuschüchtern, ihm zu drohen oder Angst zu machen. Kritisieren Sie das Verhalten, aber werten Sie ihn persönlich nicht ab(Klar in der Sprache- mäßigend im Ton). Versuchen Sie ruhig zu bleiben! Es ist wichtig, dass Sie die Nerven nicht verlieren. Sie sollten versuchen, Panik und Hektik zu vermeiden und möglichst keine hastigen Bewegungen machen, die reflexartige Reaktionen herausfordern könnten. Wenn Sie ruhig sind, wissen Sie, was Sie tun und wirken auf die Täter beruhigend. Werden Sie in dem Rahmen, der möglich ist, selber aktiv. Wichtig ist, sich von der Angst nicht lähmen zu lassen. Verlassen Sie die Ihnen zugewiesen Opferrolle. Flehen Sie nicht und verhalten Sie sich nicht unterwürfig. Seien Sie sich über Ihre Prioritäten im Klaren und zeigen Sie deutlich, was Sie wollen. Ergreifen Sie die Initiative, um die Situation in Ihrem Sinne zu prägen: Schreiben Sie Ihr eigenes Drehbuch! Sie sind dann nicht mehr das Opfer. Versuchen Sie etwas Unerwartetes! Fallen Sie aus der Rolle, seien Sie kreativ und nutzen Sie den Überraschungseffekt zu Ihrem Vorteil aus. Versuchen Sie, die Täter abzulenken, um die bedrohliche Lage zu verändern. Vermeiden Sie Körperkontakt. Fassen Sie den Angreifer nicht an, Körperkontakt ist in der Regel eine Grenzüberschreitung, die zu weiterer Gewalt führen kann. Wenn Sie sich körperlich wehren, werden Sie umgehend körperliche Gewalt an sich erfahren. In der Regel wird körperliche Gegenwehr mit brutaler Gewalt beantwortet. Es sollte immer ein gewisser Abstand zwischen Ihnen und dem Angreifer sein. Egal, wie sie reagieren können und wollen – warten Sie damit nicht zu lange! Opfer, so die Erfahrungen der Polizei, handeln meistens zu spät. Sie lassen Gewalt zu lange über sich ergehen oder sie reagieren erst, wenn die Situation schon ausweglos geworden ist. Vielen Angegriffenen ist es peinlich, sich öffentlich zu beschweren, Fremde anzusprechen und um Hilfe zu bitten oder laut zu schreien. Völlig falsch: Durch entschlossenen Widerstand, ganz egal welchen, gerät der Angreifer in eine für ihn überraschende Situation, er ist verwirrt, peinlich berührt, vielleicht sogar geschockt. Je unerwarteter der Widerstand den Täter trifft, desto größer ist die Wirkung: Viele Gewalttäter, vor allem einzelne, lassen sich durch verbalen Widerstand in die Flucht www.fes-online-akademie.de Seite 8 von 9
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Was tun im Alltag? : [Hinweise ... aus verschiedenen gut recherchierten Verhaltensempfehlungen im Internet]
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