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Olympia 2008 - Countdown in Peking
Entstehung
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im Jahr 2008 die Gesamtzahl der Touristen auf fast fünf Mio. erhöhen werden etwa 10% mehr als die für 2007 Erwarteten so die Schätzungen. Nachhaltige Stadtsanierungen Ein großes Projekt der städtischen Umweltsa­nierung ist die signifikante Verbesserung der Abwässerentsorgung: 90% der Abwässer sol­len bis zu den Olympischen Spielen durch wei­tere fünf Kläranlagen gefiltert und gesäubert werden. 10% der Wasserversorgung sollen aus recyceltem Wasser bestehen, das dann besonders für die Industrie und die Kühltürme der städtischen Kraftwerke Verwendung fin­den wird. Abwässer werden in China bis heu­te oft unbehandelt in die Flüsse geleitet, so dass mehr als die Hälfte von ihnen ver­schmutzt sind. Im Umland der Städte sind es sogar 90%. Bis 2010 sollen aber 50% der städtischen Abwässer Chinas gereinigt wer­den. Darüber hinaus sollen bis zu den Spielen in­nerhalb des sechsten Pekinger Autobahnrings, der ca. 30 km vom Zentrum um die Haupt­stadt herumführt, alle 52 Kanäle von insge­samt 520 km Länge, Seen, Teiche und Grä­ben, die zum Teil extrem verschmutzt und biologisch tot sind, gesäubert sein. Außerdem werden die breiten Straßen, Kreuzungen, Au­tobahnkreuze, Kanäle und freie Flächen mit Bäumen, Sträuchern und Blumenbeeten be­grünt. Insbesondere in äußeren, weitflächige­ren Stadtbezirken wird Aufforstung in größe­rem Umfang betrieben. Das gilt besonders für die Flughafengegend, damit die vielen Besu­chergleich beim Anflug sehen, wie grün Peking und die Olympischen Spiele sind, so ein Sprecher der Stadtverwaltung. Besonderes Augenmerk gilt der Trinkwasser­versorgung während der Spiele. Peking liegt in einer semiariden Region und muss aus weitem Umkreis die Versorgung der Bevölkerung si­cherstellen. Trinkwassermangel ist in den tro­ckenen Monaten von Dezember bis Mai im Norden Chinas eine chronische Erscheinung. Im Jahr 2050 soll die wachsende Stadt von drei über 1000 km langen Kanälen versorgt werden, die vom Hanjiang, eines in den Yangtze mündenden Flusses, gespeist wer­den. Die Baumaßnahmen sind in vollem Gan­ge. Ihre Kosten werden auf etwa 50 Mrd. Eu­ro geschätzt. In der Zwischenzeit wird bis zur Eröffnung der Spiele eine neue 307 km lange Verbindung von vier Stauseen in der Peking umgebenden Provinz Hebei gezogen sein, um den Wassermangel der Hauptstadt einzu­dämmen. Im Mittelpunkt steht allerdings die Frage, wie die enorme Luftverschmutzung eingedämmt werden kann. Angesichts des zunehmenden Energieverbrauchs und der drastischen Zu­nahme des Autoverkehrs ist das keine leichte Aufgabe. Vor kurzem hat eine Studie der Asi­atischen Entwicklungsbank(ADB) ergeben, dass Peking die Stadt mit der höchsten Luft­verschmutzung Asiens sei. So lag beispielswei­se die durchschnittliche Feinstaubkonzentrati­on(PM10) in Peking im Jahr 2005 bei 142 Mikrogramm, im Jahr 1998 gar bei 378 Mik­rogramm, während die WHO einen Grenzwert von 20 Mikrogramm als gesundheitlich unge­fährlich beziffert. In Deutschland liegt der zu­lässige jahresdurchschnittliche Grenzwert der­zeit bei 50 Mikrogramm. Peking treibt deshalb zusätzlich zum Ausbau des schienengebunde­nen Personennahverkehrs die Inbetriebnahme einer umweltfreundlichen Busflotte voran. So sollen 80% der Busse mit Euronorm IV kom­patiblen Dieselmotoren ausgerüstet, der Anteil gasbetriebener Busse erheblich erhöht und die elektrischen Trolleybuslinien erweitert und erneuert werden. Darüber hinaus sind in der letzten Zeit 190 besonders luftverpestende Chemiebetriebe und eine Kokerei geschlossen worden. Das große Stahlwerk Shougang wird derzeit in die Nachbarschaft ausgelagert. Peking zu einem besseren Ort machen! Dergestalt versucht Peking angetrieben durch die Olympischen Spiele sich ein umwelt­freundliches,grünes Gesicht zu geben. Doch für Pekings Parteisekretär sollen die Spiele nicht nur Plattform einer großartigen Leistungsschau seiner Stadt darstellen. Sie sollen nach seiner Vision auch ein Katalysator für die Zukunft Pekings sein.Lasst uns die Spiele nutzen, um Peking zu einem besseren Ort zu machen, rief er den Delegierten des Parteitages der KP Pekings im Mai zu. Die Hauptstadt müsse zu einer prosperierenden, zivilisierten, harmonischen und lebenswerten Stadt werden. Sie liege weit unter Weltklasse­- 3-