Druckschrift 
Handbuch der Menschenrechtsarbeit : Edition 2008/2009
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte(IGFM) Borsigallee 9 60388 Frankfurt Tel.: 069- 420 10 80 Fax: 069- 420 10 833 Email: asia@ishr.org http://www.igfm.de Ansprechpartner: Vu, Quoc Dung Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte(IGFM) wurde 1972 in Frank­furt am Main gegründet. Sie hat 30 Sektionen weltweit; die Deutsche Sektion hat etwa 3.000 Mitglieder. Die IGFM setzt sich für die Verwirklichung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948 ein. Sie konzentriert sich auf den Bereich der Grundrechte und bürgerlichen Rechte. Die Arbeit fußt auf drei Standbeinen: Öffent­lichkeits- und Aufklärungsarbeit, individuelle Fallarbeit und humanitäre Hilfe. Die IGFM wird überwiegend durch Spenden und Beiträge finanziert; sie erhält keine staatlichen Zuschüsse. Sie ist als gemeinnützig und mildtätig anerkannt. Die IGFM hat Konsultativ­status(Roster) beim ECOSOC der VN, Konsultativstatus beim Europarat, Beobachtersta­tus bei der Organisation Afrikanischer Staaten und assoziierten Status beim Amt für öf­fentliche Information bei der VN. Arbeitsgebiete: Der geografische Schwerpunkt der IGFM-Arbeit der Deutschen Sektion sind Ost­asien und Osteuropa. Die IGFM leistet Aufklärungs- und Erziehungsarbeit in Seminarrei­hen. Seit 1994 hat sie mit Unterstützung der EU Projekte durchgeführt wie z.B. die Se­minarreiheAufbau einer bürgerlichen Gesellschaft in der GUS, seit 1997 unterrichtet sie Soldaten in ihren Kasernen im Rahmen eines ProjektsHumanisierung des Militärwe­sens in Russland und in der Ukraine über humanitäres Recht und das Recht der Rekru­ten und jungen Soldaten. Bei der Humanisierung des Heim- und Gefängniswesens er­gänzen sich Seminartätigkeit, gerichtliche Vertretung für zu Unrecht Verurteilte und Humanitäre Hilfe als vertrauensbildende Maßnahmen. Seit dem ersten Jugoslawienkrieg unterstützte die IGFM die Kampagne für die Errichtung des Internationalen Strafge­richtshofs; von einem EU-gestützten Projekt zur Täter- und Zeugensuche in Bosnien, Kroatien, Österreich, Schweiz und Deutschland(1994) bis zu Seminaren zur Förderung der Ratifizierung des Statuts von Rom in Weißrussland, Russland, Ukraine, Moldawien und Usbekistan. Ein wichtiges Anliegen ist der IGFM die Aufarbeitung der Unrechtsre­gime und der kommunistischen Diktaturen in Osteuropa und die Herstellung der Rechte ehemaliger Gulag-Insassen. Die humanitäre Hilfe in Osteuropa dient in erster Linie der Unterstützung von Selbsthilfeinitiativen im Baltikum und in Rumänien wie z.B. das Krebs- und Diabetiker­Selbsthilfezentrum in Mediasch/Rumänien oder Straßenkinderinitiativen in diversen ost­europäischen Ländern. Die IGFM hilft mit gutachterlichen Stellungnahmen und Dokumentationen insyl- und Bleiberechtsangelegenheiten für eine eng begrenzte Anzahl von Ländern wie z.B. Vietnam, Guinea/Conakry, Georgien und andere sowie themenbezogen aus dem Bereich Religionsfreiheit. Missionen zur Untersuchung von Wahlen, von Gefängnissen oder zur Lage von Minderheiten führte die IGFM im Kosovo, in der Türkei, Georgien, Guinea/Conakry, Gambia, Usbekistan und in Weißrussland durch. 55