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Handbuch der Menschenrechtsarbeit : Edition 2008/2009
Entstehung
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Mitgliedsorganisationen der AG sind(Stand Oktober 2006): Aktion Courage, Deutsche UNESCO-Kommission, Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit, Dia­konisches Werk der EKD, GBM, Internationale Liga für Menschenrechte, Pro Asyl. péêÉÅÜÉê=ÇÉê=^dW=vçå~ë=båÇêá~ëK=~áäW=båÇêá~ëv]~çäKÅçã 2. AG Entwicklung und Menschenrechte im FORUM MENSCHENRECHTE von Michael Krennerich Hintergrundinformation Menschenrechte sind untrennbar mit dem Ziel einer gerechten und nachhaltigen Entwicklung verbunden und unabdingbar für ein menschenwürdiges Leben, auch und gerade im Zeitalter der Globalisierung. Sowohl bürgerlich-politische als auch wirtschaftli­che, soziale und kulturelle Menschenrechte(wsk-Rechte) begründen Ansprüche aller Menschen auf eine selbstbestimmte Lebensgestaltung, frei von Unterdrückung, Grau­samkeit, Erniedrigung, Ausbeutung und sozialer Not und legen den Staaten und der internationalen Gemeinschaft die Verpflichtung auf, die Gesamtheit der Menschenrech­te zu achten, zu schützen und zu gewährleisten. Aufgaben und Ziele Die AG Entwicklung und Menschenrechte setzt sich dafür ein, dass sich die inter­nationale Zusammenarbeit sowie die Außen-, Außenwirtschafts- und Handelspolitik Deutschlands stärker an den Menschenrechten ausrichtet. Im Vordergrund stehen hier­bei die Achtung, der Schutz und die Gewährleistung der lange Zeit vernachlässigten wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte wie etwa die Rechte auf menschen­würdige Arbeitsbedingungen, Gesundheit, Wohnen, Ernährung, Wasser und Bildung. Es ist ein Anliegen der AG, dass gerade die Entwicklungspolitik benachteiligte und ausgegrenzte Menschen darin unterstützt, ihre soziale Rechte einzufordern und gesellschaftspolitische Entscheidungsprozesse aktiv mitzugestalten. Auch sollen sich die Staaten und die Staatengemeinschaft zu ihrer menschenrechtlichen Verantwortung be­kennen und ihren völkerrechtlichen Pflichten nachkommen. Ausgangs- und Bezugs­punkt für die wsk-Rechte sind hierbei völkerrechtlich verbindliche Abkommen, allen vor­an der VN-Sozialpakt. Die AG beobachtet kritisch, inwiefern die Politik Deutschlands im Einklang mit völkerrechtlichen Verträgen und den darin verankerten menschenrechtlichen Prinzipien und Pflichten steht. Sie sucht zu diesem Zweck den Dialog mit der Regierung und dem Bundestag und stellt Forderungen an die Politik, national wie international auch die wsk­Rechte zu achten, zu schützen und zu gewährleisten. Weiterhin setzt sich die AG für den Ausbau der internationalen Mechanismen zum Schutz der wsk-Rechte ein und be­müht sich, das öffentliche Bewusstsein, für diese Rechte zu stärken. 80