5 Fortschreibung des gegliederten Schulwesens Das gegliederte Schulwesen nimmt eine Trennung der Schülerschaft in Besucher von Hauptschule, Realschule und Gymnasium ab dem 5. Schuljahr vor. Diese Aufteilung soll für die 28 Gemeinden und die 23 Hauptschulen im Enzkreis ebenso wie für die Stadt Pforzheim und ihre 13 Hauptschulen betrachtet werden, wobei eine Fortschreibung in die Zukunft vorgenommen wird. 5.1 Zukunft der Hauptschulen und Werkrealschulen Ausgangspunkte sind der Prognosewert für die Jahrgangsbreite zur Sekundarstufe ab 2020 und die Variation der Übergangsquote an die Hauptschule. Von der zukünftigen Jahrgangsstärke ausgehend und die Zugänge zur Hauptschule variierend(30%, 25%, 20% und 15%) kann somit ein gestuftes Bild der Schülerzahlen und Tragfähigkeit gezeichnet werden. Tragfähigkeit der Hauptschulen im Enzkreis Im Enzkreis gibt es 23 Hauptschulen in 20 Gemeinden, davon bieten 8 eine Werkrealschule(10. Klasse) an. Auf kommunaler Ebene ergibt sich eine deutliche Stufung der Gefährdung dieser Hauptschulen, weil die Klassengröße(16 Schüler/innen) oder die Zweizügigkeit(31 Schüler/innen) zukünftig als Kriterien nicht erreicht werden. Wegen der im Enzkreis bereits geringeren Übertrittsquote an die Hauptschule(23%) werden, laut Verzeichnis des Kultusministeriums, im Schuljahr 2008/09 bereits 19 Hauptschulen nur einzügig geführt, ein sehr hoher Anteil(vgl. Tabelle 16 und Karte 2 im Anhang). Sehr starke Gefährdung von 13 Hauptschulen: unter Klassenbildung Insgesamt 13 Hauptschulen erreichen zukünftig nicht die Stärke für eine Klasse, d.h. sie bleiben unter 16 Schüler/innen im Jahrgang. An fünf Hauptschulen wird die Schülerzahl sogar dauerhaft unter zehn bleiben. Insgesamt sind es im Kreis mehr als die Hälfte der Hauptschulen, denen unmittelbar in den nächsten Jahren die Schließung droht, wenn nicht schon vollzogen(fast alle diese Schulen sind bereits 2008/09 nur einzügig). In sieben Gemeinden handelt es sich um die einzige Schule der Sekundarstufe am Ort, weshalb ihre Auflösung einen besonderen Verlust für den Schulstandort bedeuten würde. Es handelt sich um Ispringen, Keltern, Kämpfelbach, Neulingen, Ölbronn-Dürrn, Ötisheim und Wiernsheim. Starke Gefährdung bei weiteren 4 Hauptschulen: nur einzügig(öfters knapp) Weitere vier Hauptschulen haben kommunal allein wenige Schüler/innen in Klasse 5(zwischen 15 und 20), könnten aber die Einzügigkeit zeitweise halten, allein oder mit einer Nachbargemeinde, die ohne Hauptschule ist und mitversorgt wird: bei Birkenfeld etwa Keltern, Niefern-Öschelbronn und Kieselbronn und Ötisheim, auch Neuhausen mit Tiefenbronn und Friolzheim. Zur weiteren Absicherung wäre zudem ein Zugang aus dem Nachbarkreis vonnöten, etwa bei Neuhausen oder Heimsheim, was aber nur auf Kosten der dortigen Hauptschullandschaft zu erreichen wäre. Gewisse Gefährdung bei 5 Hauptschulen: nur kooperativ zweizügig Im Kreis werden fünf weitere Hauptschulen zwar allein weniger als 31 Schüler/innen haben(zum Teil deutlich), aber mit Nachbargemeinden könnte die Größenordnung von 31 und mehr Schüler/innen erreicht werden: in Straubenhardt(eventuell mit Neuenbürg und Engelsbrand), Remchingen(mit Kämpfelbach), Königsbach-Stein(mit Eisingen und Neulingen), Knittlingen(mit Maulbronn und Sternenfels) sowie im Bereich Mönsheim(mit vielen Gemeinden wie Wiernsheim, Wimsheim, Wurmberg, auch Friolzheim und Heimsheim), wobei dort sich auch ein anderer Standort durchsetzen könnte. In diesen Fällen ist eine Zweizügigkeit und damit auch eine Werkrealschule(WRS) möglich, wobei aber nicht durchweg von einer langfristigen, tragfähigen Sicherung gesprochen 24
Druckschrift
Dossier zur Schulentwicklungsplanung: Enzkreis und Stadt Pforzheim : Tragfähigkeit und Versorgungsleistung der Schulen 2010-2020/25
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