INTERNATIONALE POLITIKANALYSE Ein weltweiter Green New Deal Krisenmanagement oder nachhaltiger Paradigmenwechsel? NINA NETZER Mai 2011 n Um eine langfristige ökologische Neuausrichtung der globalen Wirtschaftsstrukturen anzustoßen, muss die Ursprungsidee eines globalen Green New Deals, der durch grüne Konjunkturpakete gleichermaßen das Wirtschaftswachstum ankurbeln und den fortschreitenden Klimawandel bremsen sollte, durch ein erweitertes Verständnis im Sinne eines globalen Paradigmenwechsels hin zu einem gerechten und nachhaltigen internationalen Entwicklungs- und Wirtschaftsmodell ersetzt werden. n Obwohl viele Länder auf nationaler Ebene bereits begonnen haben, ihre Produktions- und Wirtschaftssysteme in einer emissions- und ressourcensparenden Form zu organisieren, stehen der Verwirklichung eines nachhaltigen Strukturwandels auf globaler Ebene einige Hindernisse entgegen. Diese bestehen in der mangelnden Übereinstimmung der beteiligten Akteure über die Ausgestaltung eines globalen Green New Deals, unzureichender Kooperation hinsichtlich Best Practice-Beispielen im Bereich Technologie, Forschung und politischer Regulierung sowie strukturellen Unzulänglichkeiten auf globaler Ebene, die Finanzierungsengpässe, Machtasymmetrien und Kompetenzkonflikte zwischen verschiedenen globalen Regimes zur Folge haben. n Um Fortschritte auf dem Weg zu einem globalen grünen New Deal zu erzielen, ist ein zweigleisiger Prozess vonnöten, der ein Vorankommen auf nationaler als auch auf internationaler Ebene ermöglicht. In beiden Bereichen muss ein Interessenausgleich zwischen verschiedenen Akteuren erzielt, Vorreiterkoalitionen gebildet und Kohärenz zwischen verschiedenen Politikfeldern erzeugt werden. Letztendlich kann dabei nur eine Herangehensweise zum Erfolg führen, welche einen sozial gerechten, ökologisch nachhaltigen und wirtschaftlich tragfähigen politischen Ansatz verfolgt.
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Ein weltweiter Green New Deal : Krisenmanagement oder nachhaltiger Paradigmenwechsel?
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