DEMOKRATIEVERTRAUEN IN KRISENZEITEN 19 Abbildung 6 DEMOKRATIEZUFRIEDENHEIT nach Bildungsgrad(in%) 100 90 24,3 80 70 60 39,3 50 40 30 20 31,8 10 0 4,6 niedrig n= 2.439 Quelle: Umfrage FES/Universität Bonn 2022 18 36,3 39,2 6,5 mittel ziemlich zufrieden weniger zufrieden 17,1 33,9 41,7 7,3 hoch sehr zufrieden überhaupt nicht zufrieden Abbildung 7 SUBJEKTIVE DEMOKRATIEENTWICKLUNG: Hat sich der Zustand der Demokratie in Deutschland in den letzten Jahren...(in%) deutlich verbessert eher verbessert weder verbessert noch verschlechtert eher verschlechtert deutlich verschlechtert n= 2.474 Quelle: Umfrage FES/Universität Bonn 2022 14,5 8,9 1,2 39,4 36 kes politisches Interesse und 82 Prozent einen vorwiegenden Informationsbezug aus öffentlich-rechtlichen Medien, traditionellen Tages- oder Wochenzeitungen oder deren Internetangeboten angeben, sind aus Sicht von über drei Vierteln die politischen Probleme heute so kompliziert geworden, dass sie nur sehr schwer zu durchschauen seien, und 61 Prozent fällt es schwer, politische Entscheidungen einer bestimmten Partei oder Person zuzuordnen. FÜR DREI VIERTEL DER BEFRAGTEN SIND DIE POLITISCHEN PROBLEME UNDURCHSCHAUBAR Gegenüber 2019 bedeutet dies in puncto Zurechenbarkeit eine Verschlechterung um drei, in puncto Verständlichkeit sogar um über zwölf Prozentpunkte. Dass viele Bundesländer die politische Bildung in ihren Schulen gerade in Zeiten der Anfechtung der Demokratie vernachlässigen(vgl. Gökbudak et al. 2021), ist in diesem Zusammenhang überaus kritisch zu beurteilen. Mehr als zwei Drittel der Befragten beurteilen die Beteiligungsmöglichkeiten jenseits von Wahlen als unzureichend – sieben Prozentpunkte mehr als 2019.
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Demokratievertrauen in Krisenzeiten : wie blicken die Menschen in Deutschland auf Politik, Institutionen und Gesellschaft?
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