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In die Illegalität gedrängt - Zur Flucht gezwungen - Ermordet : Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter unter nationalsozialistischer Herrschaft
Entstehung
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5 Zum Geleit Vor 75 Jahren endete mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehr­macht am 8. Mai 1945 die selbst verschuldete Unmündigkeit der Deutschen und mit ihr die soziale und kulturelle Unterdrückung, die von der nationalsozialisti­schen Diktatur über die Welt gebracht worden ist. Vor allem aber bedeutet der 8. Mai 1945 das Ende eines sechsjährigen Angriffs- und Vernichtungskrieges mit über 60 Millionen Toten, einer zwölfjährigen Gewalt- und Terrorherrschaft und des in der Menschheitsgeschichte einmaligen industriellen Massenmordes an den europäischen Juden. Am 8. Mai 1945 endete auch die Verfolgung und Ermordung von Sinti und Roma, Zwangsarbeiterinnen und-arbeitern, Kriegsgefangenen, po­litisch und religiös Andersdenkenden, von Menschen wegen ihrer sexuellen Orien­tierung, von als asozial, psychisch oder physisch krank stigmatisierten Menschen und sogenannten»Berufsverbrechern«. Gerade weil der Kreis der noch lebenden Opfer und Täter immer kleiner wird, muss weiterhin kontinuierliche Erinnerungsarbeit an die grausame, menschen­verachtende, mörderische Politik des nationalsozialistischen Terrorstaats geleis­tet werden. Kontinuierlich muss auch an diejenigen Menschen erinnert werden, die auf vielfältige Weise versucht haben, Widerstand gegen das totalitäre Regime zu leisten und dies mit Verfolgung, Folter, Ermordung oder Exil bezahlen muss­ten. Bedauerlicherweise wird in der öffentlichen Erinnerungskultur nur unzureichend darauf hingewiesen, dass bereits bis 1939 rund 150.000 Regimegegnerinnen und -gegner in Konzentrationslager gesperrt worden und 40.000 ins Exil gegangen sind. Ebenso muss auch heute noch festgestellt werden, dass in der Öffentlichkeit weiterhin mangelndes, wenn überhaupt vorhandenes Interesse am und Wissen vom Widerstand besteht. Liegt es daran, dass die durch einen totalitären Über­wachungsstaat bedingte, oftmals nur spurenlos mögliche Arbeit des ­Widerstandes medial nicht interessant genug ist? Oder daran, dass es eine Erfolgsgeschichte des Widerstands nicht zu erzählen gibt? Oder dass Widerstand nur in Gestalt spek­takulärer Aktionen, wie das gescheiterte Attentat des 20. Juli 1944, öffentlich