55 Klaus Mertsching In der Haft ermordete, an deren Folgen gestorbene oder in den Tod getriebene Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter Die Opfer des mörderischen NS-Regimes werden in den folgenden Kurzbiografien in Erinnerung gerufen. Darüber hinaus gibt es bis heute unbekannte Schicksale verfolgter, inhaftierter und umgebrachter Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, über die keinerlei Informationen vorliegen. A Ackermann, Kurt Geb. 11.12.1891, gest. 8.8.1936. Sekretär im Zentralverband der Angestellten in Berlin und Mitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold. Nach Verhaftungen eingeliefert ins KZ Oranienburg(1934) und KZ Columbia(1935). Gestorben im Untersuchungsgefängnis Berlin-Moabit an den Folgen der Haft. Adlhoch, Hans Geb. 22.1.1884, gest. 21.4.1945. Mitglied im Christlichen Holzarbeiter-Verband, Leiter des Arbeitersekretariats der Katholischen Arbeiterbewegung in Augsburg. Stadtrat in Augsburg(1925 bis 1933) und Mitglied des Reichstages(1933). Erstmals im Juni 1933 verhaftet. In den Folgejahren weitere Verhaftungen und Misshandlungen. Im Zusammenhang mit dem Attentat auf Hitler am 20.7.1944 ins KZ Dachau eingeliefert. Nach dem Todesmarsch der Dachauer Häftlinge im Lazarett München-Freimann an den Folgen der Haft gestorben. Alfs, Peter Geb. 1.11.1890, gest. Frühjahr 1945. Geschäftsführer des Deutschen Metallarbeiter-Verbands in Cronenberg bis 1933. Fraktionsvorsitzender der SPD in der Gemeindevertretung Milspe. Kurzzeitige Haft 1933. Mit anderen Regimegegnern 1938 verhaftet und verurteilt wegen Widerstands gegen das NS-Regime. Nach seiner Entlassung 1944 im Zusammenhang mit dem Attentat auf Hitler am 13.8.1944 erneut verhaftet und ins KZ Sachsenhausen deportiert. Im Frühjahr 1945 auf dem Todesmarsch gestorben.
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In die Illegalität gedrängt - Zur Flucht gezwungen - Ermordet : Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter unter nationalsozialistischer Herrschaft
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