Die denlsclie Annutei Die Ralionicrungsmassnalimen, die von den Alliierten getroffen werden, dienen da­zu, vorhandene Vorräte zu strecken. Die Rationierungsmassnahmen im III. Reich dienen dazu, den Mangel einigermassen gerecht zu verteilen. Wir greifen willkür­lich ein paar Bekanntmachungen und Hin­weise heraus, wie sie täglich in der deut­ schen Presse zu finden sind. 2 Eier DieFrankfurter Zeitung " vom 2G. Fe­bruar bringt den Frankfurter Bürgern die folgende Heilsbotschaft; In der Zeit vom 26. Februar bis 10. März werden auf den Abschnitt a der Reichskarte für Marmelade, Zucker und Eier zwei Eier ausgegeben. Da es sich zumeist um dänische Eier handelt, die einen längeren Transport benötigen, werden nicht alle Einzelhandelsgeschäfte sofort beide Eier ausgeben können." Die Annoncenteile der Zeitungen enthal­ten verlockende Anpreisungen der folgen­den Art: In drei Minuten ohne Fett eine vor­zügliche Bratensossc!"(National-Zei- tung", Essen, 23.2.) Auch bei Knorr -Bratensosse daran denken, wie gut man tut, sich weise einzuschränken."(Frankfurter Zei­ tung ", 1.3.) Selbst mit den Ersatz-Ersatzmitteln muss sparsam gewirtschaftet werden! In der Versuchsküche des Heeres-Ver- waltungsamtes führte derSachverstän­dige für Ernährungswirtschaft und Ernäh­rungswissenschaft im Oberkommando des Heeres " einigen höheren Offizieren die neusten Ergebnisse auf dem Gebiet der Entwicklung neuartiger Lebensmittel" vor. Diese neuartigen Lebensmittel werden gegenwärtig bei der Ernährung der deut­ schen Truppe ausprobiert. 1 Tablette Besorgniserregend ist der Gesundheits­zustand der deutschen Jugend. Die vom Hauptamt der Volksgesundheit der NSDAP " herausgegebene ZeitschriftGe­sundheitsführung" gibt in ihrer ersten Märznummer offen zu, dass dieVersor­gung mit Gemüse auf Schwierigkeiten stösst". Es fehle an Vitamin C. und man habe sich deshalb entschlossen, an alle 12 und 13jährigen Schüler der Volks-, Mit­tel- und Höheren Schulen in den Monaten März bis Mai täglich je eine Vitamin-C- Tablelte gratis zu verfüttern. Auch die Schwerarbeiter und die Jugendlichen in den Betrieben sollen an dieser besonderen Vergüngstigung teil haben. Neben dieserVitamin-C-Aklion" wird soeben eineRachitis-Aktion" in die We­ge geleitet, von der die vorschulpflichti­gen Kinder betroffen werden. Es war schon seit längerer Zeit üblich, an schwächliche Kinder kostenlos Vigantol abzugeben, ein Vitamin-D-Präparat. Für eine Kur erhielten die Mütter von den Fürsorgestellen zwei Flaschen mit je 10 ccm vitaminhaltigen Oeles. Jetzt soll, wie dieDeutsche Medizinische Wochen­ schrift "(66. Jahrg., Nr. 6) bekanntgibt, dem Kinde in einer Sitzung die ge­samte Vitamin-D-Menge durch die Für­sorgerin oder den Arzt zugeführt wer­den". Begründet wird diese Massnahme nicht mit medizinischen Erwägungen, sondern folgendermassen: Es fallen, da die ganze Vitamin-D- Menge in 1/2 bis 1 cc. Oel gelöst ist, die Flasche und die grosse Oehnengc fort. An Oel können allein 20 000 Liter er­spart werden." Die neuartige Blitzkur, die an allen schwächlichen Kleinkindern im Reich ausprobiert werden soll, trägt den ermun­ternden NamenStossprophylaxe". Die letzte Garnitur Ein Diplomkaufmann aus dem Reichs- wirlschaftsministerium hat eineKleider- karten-Fibel" herausgegeben, einenPunkt- Wegweiser". Das Heft trägt den Namen Punkt für Punkt für dich", kostet 20 Pfennige und enthält u. a. Hinweise auf die vorteilhafteste Verwendung der Klei- derkarlenpunktc. Für solche Artikel, die in den Listen nicht verzeichnet sind, wird eine ungefähre Punktzahl angegeben, und ein besonderes Kapitel ist derNähmittel- Versorgung" gewidmet, die den deutschen Hausfrauen übrigens seit Jahren viel Kopfzerbrechen macht. Verschiedene TcXtilhandelsgeschäfte ha­ben besonderePunkt-Auskunftsslellen' eingerichtet, diepunktsparende" Rat­schläge erteilen. Das Damenschneiderhand­werk ist in verschiedenen Städten diesem Vorbild gefolgt. Die deutschen Leser sind daran ge­wöhnt, dass in gewissen Zeitabständen neue Punktverordnungen" der Reichs­stelle für Kleidung veröffentlicht werden. Soeben ist z. B. verfügt worden, dass eine Damenwestc aus gewebtem Stoff einer

Die FlnaiiKiiÄte Dentücliland� Der Volksbetm� der Altersversorgung

Mit der Propaganda für das Kriegssparen hatten es die Nazis gerade auf die Schich­ten abgesehen, die bisher nicht gespart ha­ben, weil sie nichts erübrigen können, was den Weg zur Sparkasse lohnen würde. Aber die Versuche, auch die kleinsten Sparbeträge zur Kriegsfinanzierung heran­zuziehen, sind keineswegs neu. Bereits An­fang des vorigen Jahres war nach dem Muster der österreichischen Postsparkassa die Grossdeutsche Postsparkasse gegründet worden. Sie sollte auch kleinste Beträge er­fassen und das Einzahlen und Abheben so erleichtern, dass auch die Dorfbewohner den weiten Weg zur städtischen Sparkasse nicht mehr brauchten, um ein Spargutha­ben zu erwerben und es Hitler zur Bezah­lung der Kriegskosten zur Verfügung zu stellen. Der Erfolg war aber weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Im er­sten Jahre des Bestehens waren 311 Millio­nen eingezahlt, aber 165 Millionen wieder abgehoben worden.Der deutsche Volks­wirt" hat die Ursache dieses Misserfolges erkannt; es konnten sich, schreibt er, keine nennenswerten Sparkapitalien bilden, weil im allgemeinen die Spartätigkeit in Deutschland erst bei Gehältern über 400 Reichsmark beginnt. Damit ist zugegeben, dass trotz Einschränkung des Verbrauchs der überwiegende Teil des deutschen Volkes nichts ersparen kann. Die Propaganda für das Kriegssparen wird nicht eingestellt, aber man hat sich bereits damit abgefunden, dass sie als Mit­tel zur Kriegsfinanzierung nicht ausreicht. Es war bereits erwogen worden, das halb- freiwillige Kriegssparen durch offenes Zwangssparen und offene Steuererhöhun­gen zu ersetzen. Aber diese Pläne sind zu­rückgestellt worden, weil man es nicht riskieren kann, die ohnehin durch Mangel an Kohle, Gemüse und Obst gereizte Stim­mung der Bevölkerung zu verschlechtern. Man muss also andere Auswege finden, um ohne Ueberinflation mit den sich türmen­den Schwierigkeiten der Kriegsfinanzie­rimg fertig zu werden. Um solche Wege ausfindig zu machen, hat man offenbar mehr den Reichspropagandaminister als den Reichsfinanzminister zu Rate gezogen. Denn es kam nicht darauf an, neue finanzpoli­tische Methoden zu erfinden, sondern nur die allen propagandistisch zu tarnen. Es wurde eine neue Steuer eingeführt, aber sie heisst Werkerhaltungsbeihilfe. Es wurde die Errichtung einer Zwangssparkasse ange­kündigt, aber sie heisst Altersversorgung des deutscheu Volkes. Es wird als Mass­nahme der Fürsorge ausgegeben, was tat­sächlich nichts anderes ist als ein Mittel der Kriegsfinanzierung und Verbrauchs- drosselung. Die Mrerkerhaltiingsbeihilfe ist eine Um­lage, die die arbeitenden Betriebe aufbrin­gen sollen, um die durch Entzug von Roh­stoffen, Arbeitskräften, Aufträgen mit Stillegung bedrohten Betriebe zu erhallen. Diese Methode ist keine neue Erfindung, die Werkcrhaltungsbeihilfc hat ihre Vor­gängerin in der Exportumlage. Aber bei­leibe nicht jeder Betrieb, auch nicht je­

der, dessen Stillegung auf staatliche An­ordnung oder als Folge kriegswirtschaft­licher Massnahmen erfolgt, darf beanspru­chen, an der Beihilfe teilzunehmen. Wer sie empfängt und wieviel, wer die Bei­hilfe aufzubringen hat, bestimmen die wirtschaftlichen Zwangsorganisationen, Fachgruppen, Reichsnährstand usw., die unter Nazileitung stehen. In derFrank­ furter Zeitung " vom 29. Februar wird ausdrücklich ausgesprochen, dass die Bei­hilfe nicht dem Besitzer des Betriebs, son­dern dem Betriebe zugute kommen soll. Die Werkerhaltungsbeihilfe ist also ein Seitenstück zur Entjudung. Es wird von der Entscheidung der Nazis abhängen, ob nicht ein Pg. oder ein sonst Wohlgesinn­ter würdiger befunden wird, die Beihilfe und damit den Betrieb selbst in die Hand zu bekommen als der bisherige Besitzer. Die Wirtschaftsorganisationen, die diese Umlage einkassieren und ihre Höhe fest­setzen, sind Hilfsorganisationen des natio­nalsozialistischen Staates. Sie bekommen von ihm ihre Weisungen und handeln auf sein Kommando. Es besteht nicht die ge­ringste Kontrolle darüber, dass die Sum­men, die sie einkassieren, notleidenden Betrieben und nicht vielmehr der Staats­kasse zufliessen. Tatsächlich ist also diese Wcrkerhallungsbeihilfe eine getarnte Steuer, die aber die Betriebe nicht zu zah­len brauchen, die auch nur zu 75% dem Staat gehören. Offenbar ist diese Be­stimmung eine besondere Liebesgabe für den Grosskonzern des Generalfeldmar- schalls Gering, der es liebt Geld zu empfangen, aber das Zahlen gern anderen überlässt. Die privaten Grossunlernehmun- gen werden also den Hauptteil dieser Steuer zu zahlen haben, aber aufgebracht wird sie voraussichtlich von anderen. Denn die grossen Industriekonzerne müssen in immer grösserem Masse zu Bankkrediten und Anleihen ihre Zuflucht nehmen, um ihre Kriegsinvestitionen zu finanzieren. Deshalb dürfte dieNeue Zür­ cher Zeitung " recht haben, die behauptet, dass man den Preisstop abbauen und die Preise für Konsumgüter erhöhen lassen wird, damit die Industrie in die Lage 1 kommt, diese Steuer auf die grosse Masse der Verbraucher abzuwälzen. Der andere Teil des neuen Finanzplanes wurde der Welt in einem Briefe Hitlers an Ley verkündet, der in der ganzen deut­schen Presse abgedruckt war und folgen­den Wortlaut hat. Zur weiteren Verwirklichung des na- nionalsozialistischen Parteiprogramms erteile ich Ihnen, Pg. Ley, den Auftrag, die Grundlagen und Bedingungen der Durchführung einer umfassenden und grosszügigen Altersversorgung des deut­ schen Volkes in Zusammenarbeit mit den hierzu berufenen Stellen der Partei und des Staates zu prüfen, zu klären, die sich daraus ergebenden Vorschläge unverzüg­lich auszuarbeiten und mir zu unterbrei­ten. Dieses neue Gesetzeswerk des Auf­baues der nationalsozialistischen Volks­gemeinschaft soll für alle Zeit unser Volk an den gemeinsamen Kampf der Front und Heimat um die Freiheit und Unab­

hängigkeit des grossdeutschen Reiches erinnern." Damit sollte der Anschein erweckt wer­den, als handle es sich um ein Geschenk des Führers an sein Volk, während ihm in Wirklichkeit Geld aus der Tasche ge­zogen werden soll, damit die Nazis ihren Krieg führen können. Auch die Altersversorgung ist natürlich nichts anderes. Wie Hitlers Befehl ausge­führt wird, weiss man nicht. Er hat keine Zeit, sich mit solchen Details zu beschäf­tigen. Ihm genügt, dass ihm die Vorse­hung seine genialen Gedanken im Schlaf eingibt. Auch in den Kommentaren der Presse findet man darüber nicht ein Wort. Aber dass es sich um nichts an­deres handelt, als um einen Volkswagen­betrug in neuer und vermehrter Auflage, ergibt sich schon daraus, dass die deut­ sche staatliche Altersversorgung schon seit 50 Jahren besteht und von der Weimarer Republik ausgebaut worden ist. Davon waren die Lohn- und Gehaltsempfänger erfasst. Die Beitragspflicht begann mit 16, der Anspruch auf Versorgung mit 65 Jah­ren. Jetzt soll also die Altersversorgung auf alle Bezieher von Arbeitseinkommen aus­gedehnt werden. Auch das wäre nichts Neues. Ein Anfang damit wurde schon 1938 gemacht, als man die Handwerks-: meisler zwang, der Angestelltenversichc- rung beizutreten, natürlich nicht, um ihnen die Sorgen des Alters abzunehmen. sondern damit die staatliche Versicherung in die Lage komme, zusätzliche Gelder in Reichsanleihe anzulegen. Aber die neue Alterversorgung wird keine Versicherung sein. Man hat bereits im Anfang des Krie­ges der von der Weimarer Republik ge­schaffenen Arbeitslosenversicherung den Versicherungscharakter genommen, die Pflicht, Beiträge zu bezahlen gelassen, aber den Anspruch auf Unterstützung ab­geschafft und diese von Fall zu Fall vom Ermessen der Nazibehörden abhängig ge­macht. Man hat also durch ein Dekret die Arbeiter ihrer Rechte beraubt und die Versicherungsbeiträge in eine reine Steuer verwandelt. Nach diesem Muster wird man zweifellos auch bei derumfassenden und grosszügigen Altersversorgung des deut­schen Volkes" verfahren. Alle, die ein Ar­beitseinkommen beziehen, werden in diese Kasse des Herrn Ley zahlen müssen; aber das Geld wird seinem vorgeblichen Zweck entzogen und in die Staatskasse fliessen. Da heute auch die Greise für Hit­ler schuften müssen, braucht er, der ganz andere Sorgen hat, sich keine darum zu machen, wie nach dem Kriege die Alten versorgt werden, wenn ihre Zwangserspar­nisse in Rauch aufgegangen sind. Es handelt sich also um einen Volks­betrug grössten Stils. Der Führer kann sich deutschen Sozialismus dieser Art lei­sten, solange die grosse Reserve an Gut­gläubigkeit des deutschen Volkes noch nicht verbraucht ist, über die Hitler im­mer noch verfügt. G. A. F.

Herrenweste gleichzusetzen ist und 8 Punkte kostet, währende gewirkte Damen­westen als Pullover angesehen und mit 28 Punkten berechnet werden. Krawatten für Knaben, Mädchen und Frauen sind genau wie Männerkrawatten drei Punkte wert. Arbeits- und Berufskleidung gibt es nur auf Bezugsschein. Bezugsscheine werden jedoch nur an Personen ausgegeben, de­ren Arbeit unbedingt eine besondere Klei­dung erfordert. In derNational-Zeilung", Essen, vom 6. März heisst es wörtlich: Kann die Arbeit auch in andern Kleidungsstücken, beispielsweise in der letzten Garnitur" ausgeübt werden, so wird kein Bezugsschein ausgestellt." Dieletzte Garnitur" ist in der Tat auf allen Gebieten des deutschen öffentlichen Lebens tonangebend geworden. Ehronvolle Zucht liaii«K(rafen Die deutschen Gefängnisse und Zucht­häuser füllen sich weiter mit Menschen, deren Verbrechen darin besteht, besser zu sein als ihre Richter. Das Amtsgericht Halberstadt z. B. verurteilte am 23. Fe­bruar drei Angeklagte,die den Abstand zu den polnischen Kriegsgefangenen nicht zu wahren gewusst hatten". Einer von ih­nen hat einem Polen , der mit schwerer Zwangsarbeit beschäftigt war, Zigaretten zugeworfen. 1 Monat Gefängnis. Der zweite hat einem polnischen Kriegsgefangenen den Briefverkehr mit seinen Angehörigen ermöglicht, indem er seine Privatadresse zur Verfügung stellte. 4 Monate Gefängnis. Der dritte hat einem Polen einen Pullover und Kuchen geschenkt. 4 Monate Gefäng­nis. DieNationalzeitung", Essen, wirft den

Verurteiltensträfliche Gutmütigkeit" vor. Das Schlesischc Sondergericht hat wie­derum eineehrvergessene Frau", die sich mit einem polnichcn Kriegsgefangenen ein­gelassen hatte, zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Das Rechtsempfinden des deutschen Vol­kes in seiner übergrossen Mehrheit ähnelt noch immer dem Rechtsempfinden der übrigen Völker, obgleich seil sieben Jahren mit allen Mitteln versucht wird, eine Kluft zwischen den Untertanen Adolf Hitlers und den Staatsbürgern der westlichen De­mokratien aufzureissen. Es wandern fast allwöchentlich Deutsche ins Gefängnis, die Juden und Polen als Menschen behandelt haben. Und dass sich derVölkische Beobachter" vom 3. März mit wütenden Drohungen gegen die Leute wenden muss, die das Abhören ausländischer Sender als Kavaliervergehen" betrachten, ist ein Be­weis dafür, wie lebendig in Deutschland noch immer das Gefühl für den Unter­schied zwischen ehrenrührigen und ehren­haften Vergehen ist. Die Phrase von der moralischen Selbstverstümmelung" der Fremdhörer, die Goebbels in die Welt ge­setzt hat und die seither in den deutschen Zeitungen ständig wiederholt wird, scheint nicht zu verfangen. In den letzten Fe­bruar- und den ersten Märztagen sind von den deutschen Sondergerichten wiederum 13 Hörer ausländischer Sendungen zu ins­gesamt 35 Jahren Zuchthaus verurteilt wor­den, und zwar: vom Sondergericht Hamburg Ferdinand Reiners und Ernst Heiners zu je 5 Jahren Zuchthaus, vom Sondergericht Frankfurt a. M. Paul Krieger zu 4 Jahren Zuchthaus, vom Sondergericht Klagenfurt Gregor Bizail zu 3 1/2 Jahren Zuchthaus ,

Alexander Klupper zu 18 Monaten Zuchthaus, vom Sondergericht Danzig Otto, Fritz und Willy Jacobson zu je 1 1/2 Jah­ren Zuchthaus . Johann Jacobson und Frau Martha Jacobson zu je 2 1/2 Jahren Zuchthaus, vom Sondergericht Weimar Artur Nenn­stiel aus Wangenheim , zu 2 1/2 Jah­ren Zuchthaus, vom Sondergericht Kiel Karl Runter zu 2 1/2 Jahren Zuchthaus . Es wird nach dem Kriege leicht sein, in den Zuchthäusern für die, die wirklich hineingeboren, Platz zu schaffen.

in Deuftüchland alles Tel It ImStettiner General-Anzeiger"(1940, Nr. 57) lesen wir die folgende kleine An­nonce: Handfeger und Besen, gebraucht aber gut erb., aus Privathand zu kaufen ges. Ang. an Streffer, Falkenwalderstr. 98." . Deutschland beherrscht die Meere. Die englische Blockade ist wirkungslos. Aus Russland strömen die Waren nur so ins Land. Aber Frau Streffer muss per Inserat jemanden suchen, dem es so dreckig geht, dass er seinen gebrauchten Handfeger ver­schachern will... Irgend etwas stimmt da nicht.

Das..Ewige Deutschland", die Zeitschrift der NSV, hat das Erscheinenaus Gründen der Papierersparnis" eingestellt. Die Propa­gandatätigkeit imewigen Deutschland " geht immer mehr auf die Sondergerichte über,