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Halbleiterstrategie für Deutschland und Europa : globale Abhängigkeiten, regionale Erfolgsmodelle, politische Handlungsoptionen
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Halbleiter sind systemrelevant: Sie sichern industrielle Wertschöpf­ung, technologische Souveränität und Innovationskraft. Deutschland hat Stärken: Insbesondere in spezialisierten Wertschöpfungsstufen und an Standorten wie Sachsen. Globale Abhängigkeiten bergen Risiken: Resilienz erfordert strate­gische Investitionen, europäische Kooperation und Innovations­förderung. Regionale Cluster wirken als Wachstumsmotoren: Das Beispiel Silicon Saxony zeigt, wie Politik, Forschung und Wirtschaft zu­sammenwirken können. Industriepolitik muss proaktiv handeln: Für Fachkräftesiche­rung, nachhaltige Produktion und internationale Wettbewerbs­fähigkeit. Sie sind klein und wichtig: Halbleiter wirken wie Schalter in der Elek­tronik. So ist es technisch, so ist es aber auch wirtschaftlich. Denn ohne Nachschub an Halbleitern wird die hochindustrialisierte deutsche Volkswirtschaft quasi abgeschaltet. Ganze Produktionen geraten ins Wanken, wenn der Nachschub stockt. Die Engpässe der letzten Jahre haben eindrücklich gezeigt, wie sehr Deutschland von globalen Liefer­ketten abhängt und wie schnell externe Abhängigkeiten die Wettbe­werbsfähigkeit gefährden können. Gleichzeitig wächst weltweit der Stellenwert der Mikroelektronik als Trei­ber technologischer Souveränität. 1 Damit Deutschland im technologischen Wettbewerb nicht nur mithalten, sondern diesen auch innovativ gestalten kann, gilt es, die jahrelange Investitionslücke zu schließen, die laut dem Monitor Deutschland 2035 des Managerkreises der Friedrich-Ebert-Stif­tung deutlich unter dem EU-Durchschnitt liegt. 2 Das 500 Mrd.-Euro-Paket und die Hightech-Agenda geben aktuell Anlass zu vorsichtigem Optimis­mus. Über die Frage, wie ein solches innovatives, digitales und klimaneu­trales Deutschland aussehen kann, diskutierten im Mai 2025 die Young Leaders des Managerkreises mit Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Die von der Bundesregierung angestoßene Hightech-Agenda greift zen­trale Aspekte dieser Debatte auf und konkretisiert, wie der notwendige Aufbruch politisch und wirtschaftlich gestaltet werden soll. Sie strebt an, nationale Kompetenzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu stärken von Forschung und Entwicklung bis hin zur Fertigung. Ziel ist es, Abhängigkeiten zu reduzieren, den Transfer neuer Technologien zu beschleunigen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit auszubauen. 1 BMBF(2025) Mikroelektronik. Verfügbar unter: https://www.bmbf.de/DE/Forschung/ HightechAgenda/DossierHightechAgenda/_documents/3_mikroelektronik.html [21.08.2025]. 2 Managerkreis Friedrich-Ebert-Stiftung(2025) Wertschöpfung Staatsinvestitionen. Verfügbar unter: Monitor Deutschland 2035, https://createdbygermany.de/ wertschoepfung/[03.09.25].