ist, in eine Umlaufbahn um die Erde zu bringen und ihn dann langfristig zu betreiben. Der Bau von acht weiteren Satelliten, die in einer niedrigen Erdumlaufbahn kreisen sollen, ist für das Jahr 2024 im Werk Martonvásár(Remtech) der ebenfalls von 4iG gegründeten Remred Space Technologies geplant. Die Möglichkeit einer Ausweitung der Zusammenarbeit im Bereich der Raumfahrttechnologie wurde von 4iG Space and Defence und Axiom Space im Jahr 2025 in Form einer Rahmenvereinbarung geprüft, die auf einer Investition von 100 Millionen US-Dollar und einem Fünfjahresplan für die Zusammenarbeit basiert. Die Vereinbarung umfasst eine potenzielle Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen beim ersten Programm des europäischen Orbitaldatenzentrums(ODC), bei der Erforschung von Satellitentechnologien für die niedrige Erdumlaufbahn und bei der Anbindung von 4iG SDT an den globalen Marktplatz der Raumfahrtindustrie von Axiom Space(4iG 2025). 8) Simulation und Ausbildung Die Ausbildung auch in einer modernen Simulationsumgebung(Virtual Reality, Augmented Reality) zu betreiben wurde notwendig, da die neuen militärischen Ausrüstungen und Systeme hohe Anforderungen an die Ausbildung stellen und diese auch die Kosteneffizienz erhöhen. Von der taktischen Ausbildung einzelner Schützen über die Ausbildung auf Kompanie- und Bataillonsebene bis hin zur Ausbildung von Bedienern, Piloten und sogar Mechanikern der neuen Waffensysteme gibt es zahlreiche Programme bei der ungarischen Streitkräfte, meist als Ergebnis der gemeinsamen Entwicklung von kleinen ungarischen Unternehmen und ausländischen Fertigungspartnern. Ungarn ist federführender Koordinator des EUROSIM-PESCO-Projekts, das die taktische Ausbildung und den Erfahrungsaustausch mit Simulationen verbessert. Hauptakteure in Ungarn und Breakout-Bereiche Innerhalb der acht oben bewerteten Cluster gibt es eine Reihe von Unternehmen, die eine entscheidende Rolle spielen oder grundlegende Dienstleistungen für die ungarischen Streitkräfte erbringen und die im weiteren Rahmen von EDTIB(EU’s Defence Technological and Industrial Base) zu Tier-2- und Tier-1-Unternehmen mit aussagekräftigen Rüstungsexportprofilen entwickelt werden sollen. Tabelle 1 fasst sie zusammen, basierend auf einem sich ergebenden Vektor von zwei Kriterien: Zugang zu Spitzentechnologie(durch Transfer von ausländischen Partnern) und primäres Produktions-/Dienstleistungsprofil für die ungarischen Streitkräfte. Es gibt drei Schwerpunkte dieser Cluster und Unternehmen: Produktion von gepanzerten Fahrzeugen, Raumfahrttelekommunikation und vernetzte Sensorik (C4ISR) sowie Luftfahrt(Leichtflugzeuge, Drohnen und Drohnenabwehrsysteme). Seit 2025 sind die zentralen Akteure im ungarischen Verteidigungssektor 4iG Space and Defence und die N7 Defence Holding sein, die beide eng mit dem nationalen Marktführer im Telekommunikationsbereich 4iG verbunden sind. Derzeit befinden sich die Produktionskapazitäten der meisten Unternehmen noch im Auf-, Um- oder Ausbau, um die Modernisierungsaufträge der ungarischen Streitkräfte in den 2020er-Jahren zu erfüllen. Dies ist der Hauptgrund, warum ein aussagekräftiges Umsatzprofil für diese Unternehmen derzeit nicht erstellt werden kann. In der zweiten Hälfte des Jahrzehnts, vor allem nach 2028, werden sich für sie neue Möglichkeiten eröffnen, wobei weitere Finanzmittel und technologische Impulse vor allem aus dem SAFE-Fonds und in geringerem Maße aus neuen nationalen Anschaffungen(zum Beispiel HIMARS-LangstreckenPräzisionsraketenartillerie aus den USA) kommen werden. Wie bereits erwähnt sind die Herstellung und Entwicklung von Landkampffahrzeugen(mit deutschen und italienischen Partnern), die Entwicklung von Drohnen und Flugzeugen(mit französischen, israelischen und deutschen Partnern) sowie die Entwicklung von Kommunikations-, Sensor-, Aufklärungs- und Überwachungssystemen, die in die Weltraumtechnologie für erdnahe Satelliten integriert sind, die Bereiche, in denen die ungarische Verteidigungsindustrie eng mit internationalen Partnern zusammenarbeiten kann. Da die meisten Kapazitäten jedoch neu aufgebaut werden(in den 2020er-Jahren buchstäblich von Grund auf), müssen die jeweiligen Produktionsketten und ein breiteres Industrie- und Dienstleistungsökosystem erst noch entwickelt und konsolidiert werden, bevor sie sich in die europäischen Produktions- und Wertschöpfungsketten einfügen können. In dieser Hinsicht werden die Entwicklungen der nächsten drei Jahre entscheidend sein und über den Erfolg(Nachhaltigkeit, Marktfähigkeit und Profitabilität) der ungarischen Rüstungsindustrie, ihrer Produkte und Dienstleistungen entscheiden. ↗ Tabelle 1 auf Seite 11 Der Verteidigungssektor in Ungarn 10
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