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Analyse des slowenischen Verteidigungssektors
Entstehung
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Die internationale Beteiligung erfolgt daher in erster Linie über strukturierte multinationale Rahmenvereinba­rungen(EDF, PESCO, EDA CapTechs, NATO-Programme wie NATO DIANA, STO und NIAG), in denen slowenische Unternehmen Zugang zu ausländischen Partnern, Fachwis­sen und wettbewerbsfähigen Finanzmitteln erhalten, ohne dass sie Eigentum oder Kontrolle abgeben müssen. Drei slowenische Unternehmen PeK Automotive, Robotina und Microbium wurden aus einem Pool von rund 3600 Bewerbern für die Aufnahme in die DIANA-Kohorte 2026 ausgewählt und damit für die Teilnahme am Defence Inno­vation Accelerator -Programm der NATO qualifiziert. Die außergewöhnliche Leistung Sloweniens bei den EDF-Aus­schreibungen, wo es im ersten Jahr des Programms im Ver­hältnis zur Bevölkerungszahl zu den erfolgreichsten Staa­ten gehörte, zeigt, dass die ausländische Beteiligung eher auf Zusammenarbeit als auf Investitionen ausgerichtet ist, das heißt, ausländische Akteure sind hauptsächlich durch Kooperation und nicht durch Eigentum beteiligt. In der Pra­xis bezieht sich dies auf Partnerschaften wie gemeinsame Projekte, technologische Zusammenarbeit, Subaufträge oder die Beteiligung an Lieferketten ohne nennenswerte ausländische Kapitalinvestitionen oder Kapitalbeteiligun­gen an inländischen Unternehmen. Das Verteidigungsmi­nisterium stärkt dieses Modell durch die Ausstellung jähr­licher Unterstützungsschreiben, die Kofinanzierung von Projekten, die in EU-Programme aufgenommen werden, und die Einbindung einheimischer Unternehmen in multi­nationale Konsortien. Dadurch wird sichergestellt, dass die externe Zusammenarbeit die einheimische FuE-Basis direkt stärkt, die Entwicklung von Fähigkeiten beschleunigt und hochwertiges Fachwissen in Slowenien verbleibt, statt dass es ins Ausland transferiert wird. Slowenien hat sich von Anfang an sehr aktiv am EDF beteiligt; im ersten Jahr war es das erfolgreichste Land bei der Ausschreibung(gemessen an der Erfolgsquote der Unternehmen im Verhältnis zur Zahl der Einwohner) und setzt seine Aktivitäten dort fort(Interview 1). Jedes Jahr organisiert das Verteidigungsministerium der Republik Slowenien nationale Informationstage, um die aktuelle Ausschreibung und spezifische Themen vorzustellen und einen Experten der Europäischen Kommission einzuladen, der die Fragen des Publikums beantwortet. Jedes Jahr stellt das Ministerium mehrere Unterstützungsschreiben sowie spezifische Kooperationsschreiben aus, um sloweni­sche Unternehmen bei der Antragstellung zu unterstützen. Slowenische Unternehmen und Forschungseinrich­tungen werden zu Treffen der Technological CapTechs innerhalb der Europäischen Verteidigungsagentur eingela­den, wo konkrete RTI-Projekte entwickelt werden. Diese Treffen bieten auch hervorragende Möglichkeiten für die Vernetzung und die Bildung künftiger Konsortien, insbe­sondere für EDF-Ausschreibungen, und letztlich für den Wissenstransfer innerhalb des europäischen Verteidigungs­sektors. Slowenische Unternehmen haben bereits bewie­sen, dass sie bei europäischen Ausschreibungen, insbeson­dere beim EDF, sehr erfolgreich sind. 4. Technologisches, industrielles und Kooperationspotenzial des slowenischen Verteidigungssektors Die slowenische Verteidigungsindustrie ist zwar nicht sehr groß, aber in einer Reihe von spezialisierten und Hightech­Nischen mit überwiegend Dual-Use-Produkten vergleichs­weise fortschrittlich. Der Wettbewerbsvorteil Sloweniens liegt nicht in der Großproduktion von schweren Plattfor­men oder Munition, sondern in modularen Subsystemen, Software, Sensoren, unbemannten Systemen und Simula­tionstechnologien, die sich eng an den aktuellen europäi­schen Aufrüstungsprioritäten orientieren. Diese Fähigkeiten positionieren slowenische Unternehmen als zuverlässige Zulieferer und Forschungs- und Entwicklungspartner inner­halb multinationaler europäischer Konsortien und nicht als eigenständige Hauptauftragnehmer. Unbemannte Systeme und ISR Slowenien hat ein ausgereiftes Ökosystem in den Berei­chen unbemannte Luftfahrtsysteme sowie ISR( Intelligence, Surveillance, Reconnaissance) entwickelt. C-Astral Aero­space ist ein vertikal integrierter Hersteller von taktischen UAS(unbemannte Luftfahrtsysteme) der NATO-Klasse I, der eigene Flugzeugzellen, EO/IR-Nutzlasten(elektro-op­tisch, infrarot), sichere Datenverbindungen und Missions­planungssoftware miteinander kombiniert. Die Systeme des Unternehmens haben sich bei NATO- und Nicht-NATO­Nutzern bewährt und können bei steigender Nachfrage in größerem Umfang hergestellt werden. Diese Plattformen sind für die Artillerieunterstützung, die Grenzüberwachung, die permanente ISR und die CBRN-Aufklärung(chemisch, biologisch, radiologisch, nuklear) von unmittelbarer Bedeu­tung und eignen sich gut für die Einbeziehung in Projekte des Europäischen Verteidigungsfonds(EDF) und des PE­SCO System-of-Systems. Kleinere Unternehmen ergänzen dieses Ökosystem durch Plattformintegration, Dienstleis­tungen und Nischenanwendungen. C4I-Software und Lösungen für das digitale Schlachtfeld Im Bereich Führung, Kontrolle und Digitalisierung bietet Mil Sistemika ein umfassendes, NATO-interoperables C4I­Softwarepaket( Command, Control, Communications, Com­puter, Intelligence ) für abgesattelte Infanterie, Fahrzeug­plattformen und übergeordnete Hauptquartiere. Diese soft­warezentrierten Lösungen unterstützen die Einsatzführung eigener Soldaten durch Satellitennavigation, die Integration von Sensoren und Schützen sowie die Datenfusion auf al­len Führungsebenen. Durch ihre Modularität und System­offenheit sind sie hochgradig skalierbar und attraktiv für westeuropäische Auftraggeber, die digitalisierte Streitkräf­testrukturen, integrierte Feuerkraft und bereichsübergrei­fende Führungs- und Leitsysteme entwickeln, insbesondere in Programmen, die eine schnelle Prototypenentwicklung und Interoperabilität zwischen heterogenen nationalen Sys­temen erfordern. Biokoda d.o.o. entwickelt fortschrittliche Analyse des slowenischen Verteidigungssektors 4