länder die Entwicklung einer Atomtechnologie für Energiegewinnung und andere friedliche Zwecke befürworten. Der indonesische Präsident SBY versuchte damit, Konfrontationen innerhalb der D-8 Gruppe zu vermeiden und ist überzeugt, dass sich der Iran zur Konfliktlösung für den diplomatischen Weg entscheiden und den Dialog mit der IAEA suchen wird. Parlament und Regierung sind der Meinung: Das iranische Atomprogramm ist eine wichtige Alternative für die Energiegewinnung. Nuklearenergie darf kein Monopol eines oder zweier Länder sein, sondern ist das Recht jedes Landes. Der zunehmende Druck auf den Iran durch die westlichen Länder widerspricht der Unterzeichnung des NPT (Non-Proliferation Treaty) durch den Iran, wonach der Iran berechtigt ist, Nuklearreaktoren für friedliche Zwecke aufzubauen. Das Publikum in zwei Universitäten und der islamischen Organisation k~ÜÇ~íìä= rä~ã~= kommentierten Ahmadinedschads Ausführungen folgendermaßen: Der Iran verdient Solidarität in seiner Opposition gegen die hegemoniale Macht der USA. Die Entscheidung des Sicherheitsrates gegen den Iran ist ungerecht. Warum werden die 200 Atomwaffen Israels nicht problematisiert? Indonesien ist dagegen, den Atomstreit vor den Sicherheitsrat zu bringen, drängt aber alle Beteiligten dazu, sich für eine friedliche Konfliktlösung einzusetzen. Dem Iran rät Indonesien, alle Vereinbarungen des NPT und die Bedingungen der IAEA zu erfüllen. Die neutrale Haltung Indonesiens hinsichtlich des Atomstreits ist keinesfalls interessens- und risikolos. Obwohl Indonesien dem Iran mehrmals das Recht auf eigene Atomtechnologie für friedliche Zwecke zugesprochen hat, kann es seine Abhängigkeit vom Westen und insbesondere den USA nicht leugnen. Außerdem ist Indonesien ein kompetenter Partner des Westens im Kampf gegen den Terrorismus. Andererseits wäre es unvorstellbar, dass Indonesien dem Iran seine moralische Unterstützung verweigert(„nein“ zu Iran). Solches würde die Regierung nicht nur die Unterstützung seiner größtenteils muslimischen Wählerschaft kosten, sondern drei weitere Chancen aufs Spiel setzen: Die Chance auf notwendige Investition aus Teheran im Energiesektor. Die Chance auf Unterstützung für Indonesiens Plan, ein eigenes Nuklearprogramm für friedliche Zwecke bis 2016 zu bauen. Die Chance, eine klare Position gegen Weltmachtsansprüche mit Gewaltanwendung zu beziehen. Dies verlangt ein kluge Diplomatie Indonesiens, denn das Land braucht sowohl den Westen als auch Länder wie den Iran für seine Entwicklung. Vielleicht sind manche im Westen geäußerten Befürchtungen, dass Ahmadinedschads Reise nach Indonesien als Mission zur Verlängerung der Anti-Washingtoner Achse diene, nicht völlig abwegig. Dennoch ist es kaum vorstellbar, dass Indonesien sich einer„Teheraner Allianz“ zuschreiben ließe, da dies eine Aufhebung der eigenen politischen Souveränität bedeuten würde.
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Rund um den Besuch des iranischen Präsidenten Amadinedschad in Indonesien
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