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Sieben Jahre nach dem Coup : Pakistans Regime in der Legitimitätskrise
Entstehung
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haben, da diese die Minimalanforderung be­züglich Bildung nicht erfüllen. Anstatt des geforderten BA-Hochschulabschlusses können sie oft nur Diplome religiöser Seminare vor­weisen, die in den vergangenen Wahlen aus­nahmsweise anerkannt wurden, ohne dass diese Regelung für die Zukunft verbindlich festgeschrieben worden wäre. Die JUI(F) hat aufgrund ihrer Regierungsbeteiligung in den Provinzen NWFP und Balochistan am meisten zu verlieren, droht sich bei jedem weiteren Zugeständnis an Musharraf aber auch am meisten von den anderen Oppositionsparteien zu entfremden. Fazit Die Geschichte hat gezeigt, dass der Rückzug der Armee aus der Politik sich niemals in Form eines Transitionsprozesses vollzog. Das ge­genwärtige Regime scheint dabei keine Aus­nahme zu machen. Im Gegenteil: da das Hauptmotiv der Armee auf die Stärkung und den Ausbau ihres Finanzimperiums gerichtet ist, nimmt das Interesse an der direkten Ein­flussnahme auf die nationale Politik mit der Zeit noch zu. Sofern nicht externe Faktoren wie Flugzeugabstürze oder die Sezession eines bedeutenden Landesteils für den Regime­wechsel sorgten, ging die Macht in der Ver­gangenheit deshalb von einem General an den nächsten über. Die vorgenommenen Ver­fassungsänderungen und Verwaltungsrefor­men verschwanden in der Regel zusammen mit den Regimen, die diese eingeführt hatten. Ein Regime, das nach eigener Aussage vor sieben Jahren widerwillig an die Macht ge­langt ist, bereitet sich nun auf eine weitere fünfjährige Amtszeit vor. Sowohl Freunde als auch Feinde scheinen jedoch zunehmend die Überzeugung zu teilen, dass dies nicht tole­rierbar ist. Die kommenden Monate werden die wahren Absichten des Präsidenten offen­legen. Angesichts der schwindenden Hand­lungsspielräume ist er gezwungen, sich recht bald eine solide zivile Basis zu schaffen, um einen möglichen Sturz zu verhindern. Abkürzungen: ANP ARD JI JUI(F) MMA MQM NWFP PML(Q) PML(N) PONM PPP Awami National Party Alliance for the Restoration of Democracy Jamaat-e-Islami Jamiat-ul-Ulema-e-Islam, Fazl-ur-Rehman Group Muttahida Majlis-e-Amal Muttahida Qaumi Movement North-West Frontier Province Pakistan Muslim League, Qaid-e-Azam Group Pakistan Muslim League, Nawaz Group Pakistan Oppressed Nations Movement Pakistan Peoples Party Ansprechpartnerinnen: Dr. Beate Bartoldus, Tel.: 0228-883-516, E-Mail: Beate.Bartoldus@fes.de(verantwortlich) Ulrike Ehnes, Tel.: 0228-883-508, E-Mail: Ulrike.Ehnes@fes.de Friedrich-Ebert-Stiftung Internationale Entwicklungszusammenarbeit, Referat Asien und Pazifik Godesberger Allee 149, 53175 Bonn, Fax: 0228-883-575 Die Kurzberichte sowie Informationen zur Arbeit der FES in Asien finden Sie unter: www.fes.de/asien . ­6-