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Eine soziale Zukunft für Deutschland
Entstehung
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WISO direkt Dezember 2007 Friedrich-Ebert-Stiftung preise nach oben treiben. Künftige Generationen müssten in diesem Fall die mit den Vermögens­preisen wachsenden Renditeerwartungen mit niedrigeren Reallöhnen befriedigen. Zukunft für Deutschland: Sozialer Optimismus Der Pessimismus ist profitabel. Die Probleme sind anscheinend immer nur zu lösen, wenn die Rei­chen noch reicher und die Armen noch ärmer werden durch weniger Einkommen und/oder weniger Freizeit. Das ist ökonomischer Unsinn, denn Wachstum, das nur auf der Nachfrage einer immer schmaleren Schicht von Reichen gründet, ist nicht nachhaltig. Das ist aber auch politisch nicht mehr zu verkaufen. Die Welle liberaler Pro­paganda hat den Zenith ihrer Glaubwürdigkeit überschritten. Aber der Gegenentwurf darf nicht nur die Gesinnung sozialer Gerechtigkeit atmen, er muss auch die Verantwortung für handfeste wirtschaftliche Entwicklung übernehmen. Das FES-Zukunftsprojekt arbeitet an diesem Gegenentwurf. Sein wirtschaftspolitischer Ansatz konzentriert sich auf die realen Schlüsselgrößen der Wohlstandsentwicklung: Arbeit und Produk­tivität. Aber er berücksichtigt, dass Arbeit mehr ist als Erwerbsarbeit. Freizeit, Zeit für Sorgearbeit und menschliche Arbeitsbedingungen sind gleichwertige Bestandteile von Wohlfahrt. Die Menschen müssen die Möglichkeit haben, zwi­schen diesen Komponenten abzuwägen. Abzu­wägen ist ebenfalls, inwieweit auch Menschen, die aufgrund von Alter, Behinderung oder ande­ren Belastungen weniger produktiv sind, zur Er­werbsarbeit angehalten werden sollen. Unser Ansatz geht davon aus, dass Produk­tivität Wohlstand mehrt, aber nur dann, wenn jenseits von Preiseffekten und unmenschlicher Intensivierung der Arbeit der reale Output pro Ar A be n its a st l u y n s d e e n q , u K an o ti n ta z ti e v p u t n e d , /o D de is r k q u u r al s it e ativ ste f i ü gt r . G e u i t n e A s r o be z it ia is l t e im s D Zw e e u ife t l s sf c al h l l d a ie n p d roduk­tivere Arbeit. Produktivität, deren Wertschöp­fung auf der Ausplünderung des Verbrauchers durch schlechte Qualität und vermachteten P r u k b te lik b a er t u io h n t e , i n s : t nicht sozial. Für die Steigerung de r so W zi a a s le w n ir P D r e o u d t u sc k h ti l v an it d ät sc s h in u d lde ö n ff ( e W nt IS li O ch d e ire u k n t d ) pri vat V e o I r n so v r e g s e ti n ti d o e n r e S n oz in ial M sta e a n t sc hen, Anlagen und Infras Z t u ru k k u t n u f r t , de In s n S ov zi a a t l i s o ta n ate u s n ? d (W S I t S r O uk d t i u re rw kt a ) ndel tig. E U in n e s e e u r r A o n sa is t c z h s e u E ch in t k e o i m ne m n e W ns a p c o h li s t t ik um s r p m fa e d h , r bei de W m ac d h i s e tu ä m rm u e n r d en Ge M re e c n h s t c ig h k e e n it d (W ur IS ch O d In ir t e e k g t r ) tio n i Z n u s sa B m es m ch en äf . t L ig e u b n en g . ss L y e s r t n e e m n. u B n ildu h ng ö s h s e y r s e te P m ro in ­duktiv e i n e t r E m in e w h a r nd zu er r un W gs e g rt e s s c e h ll ö sc p h fu af n t g beitragen und s (D o o d k a u s m E e i n n t k a o ti m on m d e e n s N e e rz tz ie w le e n rk , B u i m ldu m ng e ) hr zu ko nsu Z m uk ie u r n e f n t . des Sozialstaats Sozialpolitik W (W ir IS v O er D m is u k t u e r n s) weder dogmatisch, dass der Sta at a Z l u le k s u b n e ft ss d e e r s k S a o n z n ia , l n st o a c a h ts , d a B ss es e c r h a ä ll f e ti s g s u c n h g le ch­ter m u a n ch d t A a rb ls ei d ts e m r a M rk a t r p k o t li u ti n k d (W p I r S i O va D te isk U u n rs te ) rneh­men. Wir sehen Steuern und Abgaben nicht als Zukunft des Sozialstaats Bildungs- und Enteignung, sondern als den notwendigen Preis Familienpolitik(WISO Diskurs) für eine effiziente Versorgung mit öffentlichen Sozialstaatsstrategie und Beschäftigung im Gütern und eine angemessene Risikovorsorge. europäischen Vergleich(WISO Diskurs) Anstrengungen, um die Produktivität zu verbes­sern, sind sowohl im Staat wie in der Wirtschaft Veranstaltung: nötig und erhöhen im Erfolgsfall immer den ge­ Qualität für die Kleinen Investition in die Zukunft sellschaftlichen Wohlstand. Soziale Produktivi­Ansätze für eine nachhaltige Qualitätsentwicklung tät ist auf eine intelligente Arbeitsteilung zwi­schen in S K ta in a d t, er M ta a g r e k s t s , B tt ü e r n gergesellschaft und Fa­milie E (n rw ic a h c t hs n e u n r e d n e ta n g F e r s a w u e e r n k ! s ) ta a t n t g a e m wi M es o e n n t . ag, den 11. Februar 2008, 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr in Berlin 1 Michael Dauderstädt ist Leiter der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn. 2 Vgl. Gero NeugebauerPolitische Milieus in Deutschland. Die Studie der F E ri i e n d e ric n Ü Eb b e e rt r -S b t l i i f c tu k ng z u , r Bo Z n u n k 2 u 00 n 7 f , t S. d 2 e 8 r ff d . eutschen Außenbezie­3 Hans-Werner SinnIst Deutschland noch zu retten?, München 2003(4. A h u u n ag g e e ). n finden Sie unter: www.fes.de/kompass2020 4 Meinhard MiegelDie deformierte Gesellschaft, Berlin-München 2002, S. 256 ff. 5 Christian Hagist, Bernd Raffelhüschen, Olaf WeddigeBrandmelder der Zu N ku e n b f e t n D e ie in G e en m erat z io u n s e a n m bil m an e z n 20 f 0 a 4 s se (h n tt d p: e // n ww B w e .v it w r l a .u g ni­ fre D eutsch­burg.de/fakultaet/fiwiI/publikationen/142.pdf). land in den internationalen Beziehungen Ziele, Instru­6 Ulrich Pfeiffer(Federführung)Deutschland in den nächsten 30 Jahren: die Zukunft gestalten. Positionspapier zum Kongress des Manager­kreises, Berlin 2001, S. 13. mente, Perspektiven von Jochen Steinhilber wird in 7 Horst W. OpaschowskiMinimex. Das Zukunftsmodell einer sozialen Gese r l u lsc n h d aft 3 , 0 T t e e i r l s s lo tu h d 20 ie 0 n 7, S ü . b 57 e ff r . Deutschlands Ziele, Rolle und 8 Jürgen Kocka(Hrsg.)Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Sozialwissenschaftliche Essays. WZB-Jahrbuch 2006, Berlin 2007, S. 20. Strategien in den internationalen Beziehungen infor­9 Deutsche Bank ResearchDeutschland im Jahr 2020. Neue Herausforderungen für ein Land auf Expedition(www.dbresearch.de/PROD/ DBR_INTERNET_DE-PROD/PROD0000000000209842.pdf). miert. Szenarien veranschaulichen, welche Entwicklung 10 Institut der deutschen Wirtschaft(Hrsg.)Vision Deutschland. Der Wohlstand hat Zukunft Köln 2005. das Politikfeld oder die Region in den kommenden 11 Vgl. Sinn, a.a.O., S. 57ff. 12 Vgl. stellvertretend für viele Apokalyptiker Gabor SteingartWeltkrieg um W 15 oh J ls a ta h n r d e : n W n ie e M h a m ch e t u n n k d ö Re n ic n h t t e u . m neu verteilt werden, Mün­chen 2006. 13 Für eine ausgezeichnete Kritik aus unverdächtiger Ecke(Institut der deutschen Wirtschaft) siehe Jürgen MatthesWeltkrieg um Wohlstand und pathologischer Exportboom? Warum Deutschland auch weiterhin von der Globalisierung profitiert. Köln 2007. 14 Es sei denn, die privaten Käufer wären bereit(gewesen), mehr zu zahlen, als der zu erwartende Einkommensstrom(der dem Staat ja künftig entgeht) wert ist. Impressum www.fes.de/zukunft2020 4 Impressum:© Friedrich-Ebert-Stiftung Herausgeber: Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik Ansprechpartner: E-Mail: zukunft2020@fes.de der Friedrich-Ebert-Stiftung Godesberger Allee 149 53175 Bonn Fax 0228 883 398 www.fes.d D e r. / M w i i c s h o ael Dauderstädt ISBN: 978-3-89892-835-9 Leiter der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik