Vorab Zum Auftrag der politischen Bildung im Sinne einer Förderung von Demokratie und Demokratieverständnis gehört es auch, Wege des friedlichen und respektvollen Miteinanders aufzuzeigen. Deshalb bietet die Friedrich-Ebert-Stiftung seit geraumer Zeit ein Gewaltpräventionstraining für Schülerinnen und Schüler an. Allerdings hat es sich gezeigt, dass der Bedarf an diesen Trainings viel größer ist, als die Angebote, die die Friedrich-Ebert-Stiftung hierzu machen kann. Aus diesem Grunde entstand im Landesbüro Baden-Württemberg die Idee, Gewaltpräventionsangebote zukünftig so zu gestalten, dass sie den Anstoß geben sollen, eigene Aktivitäten in der Schule oder Gemeinde zu entwickeln. Im Rahmen einer ganzen Woche zur Gewaltprävention, sollten sich deshalb nicht nur Schülerinnen und Schüler mit dem Thema auseinander setzen, sondern auch Lehrkräfte geschult, Eltern informiert und wesentliche Akteure vor Ort(Vertreter/innen von Politik, Verwaltung, Kirche, Vereinen, Sozialarbeit etc.) in die Diskussion über mögliche weitere Maßnahmen eingebunden werden. Das so konzipierte Gewaltpräventionsprojekt fand erstmals statt im Mai 2008 im Schulzentrum in Sulzbach an der Murr. Eingebettet war das Projekt in die Jugendkulturwochen, die unter dem Motto„Vielfalt tut gut“ von März bis Mai 2008 im Rems-MurrKreis stattfanden. Die Resonanz auf das Gewaltpräventionsprojekt war außerordentlich positiv. Mit der folgenden Dokumentation wollen wir zum Einen einige Rahmendaten zum Thema Gewalt übermitteln und zum Anderen über Inhalte, Verlauf und Ergebnisse dieses Projektes berichten. Die Nachfrage nach Trainings zur Gewaltprävention ist groß. Allein auf die erste Ausschreibung hin, meldeten sich in Stuttgart 13 Schulklassen zum Training an. Ganz ähnlich sieht es in anderen Landesbüros der Friedrich-Ebert-Stiftung aus. Der vorhandene Bedarf ist durch die Angebote der Stiftung nicht zu decken. Deshalb war schnell klar, dass das Thema konzeptionell neu angegangen werden muss. Ziel sollte es nunmehr sein, nicht im großen Stil weiter Trainings zu organisieren bzw. anzubieten, sondern Projekte im Umfeld der Jugendlichen zu initiieren, die das Thema in seiner ganzen Bandbreite erfassen. Damit soll eine größere Nachhaltigkeit entwickelt werden. Ein Anfang ist gemacht, es bedarf weiterer Schritte! Dr. Christine Arbogast Projektleiterin Fritz-Erler-Forum Baden-Württemberg
Druckschrift
Gewaltprävention - Projektwoche im Schulzentrum Sulzbach/Murr : Workshops und Diskussionsrunden vom 26. bis 29. Mai 2008. Oktober 2008 ; Veranstaltungsinformation des Fritz-Erler-Forums Baden-Württemberg, Landesbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung
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