Umgang mit Gewalt unter Jugendlichen/an Schulen Gewaltprävention ist für Jugendliche wichtig und notwendig, darin sind sich(fast) alle einig. Dazu gehören sowohl die Jugendlichen selbst, aber auch Lehrer, Eltern, Jugendbetreuer oder Sozialarbeiter. Doch wie lässt sich das realisieren angesichts eines immer dichter werdenden Schulalltags und einer bei etlichen Jugendlichen unkanalisierten Aggression und Gewaltbereitschaft? Der Unterricht bietet dafür meist kaum den zeitlichen Rahmen, die Lehrkräfte sind fachlich nicht darauf vorbereitet bzw. fehlt ihnen die Zeit für Vor- und Nachbereitung. Dabei wäre es notwendiger denn je: Gewalt an Schulen und im Alltag von Schülern und Jugendlichen wird zunehmend zu einem ernsthaften Problem. Gewalt gibt es an jeder Schule- offen oder verdeckt."Nervenkrieg im Klassenzimmer","Gewalt an Schulen eskaliert","Gewalt ist schulischer Alltag"- über solche Schlagzeilen aus Tageszeitungen wundern wir uns schon lange nicht mehr. Doch das Problem beginnt schon früher. Hänseln, lästern, ignorieren- so fängt es häufig an. Für die Betroffenen alles andere als lustig, denn aus"harmlosen" Anfängen entwickelt sich häufig handfester Psychoterror. So reicht das Spektrum von Gewalt von verbaler Aggression bis zur handfesten Schlägerei. Mit herkömmlichen pädagogischen Methoden ist kaum gegen den rüden Umgang anzugehen. Damit sich Schüler im Schulalltag frei entfalten können ist ein tolerantes, von wechselseitigem Respekt geprägtes Miteinander notwendig. Hier kommt es auf Zivilcourage und Diskussionsverhalten an. Daten und Hinweise „Ein Drittel der jugendlichen Handybesitzer hat im Freundeskreis den Austausch von gewalthaltigen oder pornografischen Inhalten mitbekommen. Jeder zehnte Jugendliche war selbst betroffen und bekam solche jugendgefährdenden Inhalte auf sein Handy geschickt.“ JIMStudie 2007, Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest Der Jahresbericht zur Jugendkriminalität und Jugendgefährdung des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg weiß zu berichten:„Die Palette der von jungen Menschen begangenen Gewalttaten spiegelt sich auch im schulischen Alltag wider. Die Delikte reichen von Sachbeschädigungen über Mobbing, Körperverletzungen unter Schülern bis hin zu Tätlichkeiten gegen Lehrer.“ Deshalb werden Gewaltdelikte an Schulen seit 2006 gesondert erfasst. In 2007 waren es 1.867 Fälle, von denen 94,5% aufgeklärt werden konnten. Der Bericht weist aber auch darauf hin, dass es sich bei den Zahlen immer nur um angezeigte Fälle handelt. Das heißt einerseits, dass es eine Dunkelziffer
Druckschrift
Gewaltprävention - Projektwoche im Schulzentrum Sulzbach/Murr : Workshops und Diskussionsrunden vom 26. bis 29. Mai 2008. Oktober 2008 ; Veranstaltungsinformation des Fritz-Erler-Forums Baden-Württemberg, Landesbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung
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