Dabei blieben sie aber auch realistisch:„Manche interessiert das eben nicht. Die suchen dann halt ihr Opfer.“ In der Abschlussrunde zeigten sich die meisten zufrieden und bewerteten das Training als sinnvoll, hilfreich und angemessen. Lehrerinnen und Lehrer stehen voll hinter der Idee solcher Trainings, gerade auch wenn sie von jüngeren Personen durchgeführt werden, die keine Lehrverantwortung in der Klasse haben. Ihre Erfahrungen mit Gewalt sind vielfältiger Art, von niedrigerer Hemmschwelle, aggressiveren Mädchen über Autoaggressionen bis hin zu„Gewalt ohne Grenzen“ und Mobbing. Und sie stellen sofort die Frage nach der Nachhaltigkeit. Es bedarf der Fortsetzung bzw. auch der Möglichkeiten, Elemente gewaltvermeidender Strategien im Unterricht zu integrieren, wozu einerseits oft die Zeit, andererseits einfach auch die Qualifikation fehlt. Grundsätzlich sind sie froh über jede derartige. Ebenso wie ihre Schüler brachten auch die Lehrenden die Idee ein, dass solche Trainings früher beginnen, regelmäßig fortgesetzt und in verschiedenen Klassen integriert werden müssen. Die Eltern konnten nur Positives zurückmelden, wobei die Frage im Raum steht, was nach ein paar Monaten ist. Auf jeden Fall konnten die anfänglichen Unsicherheiten der Jugendlichen in den Gruppen offensichtlich gut bearbeitet werden. Einigkeit bestand darin, dass dem Schulzentrum Sulzbach Mittel für eine solide Schulsozialarbeit zur Verfügung gestellt werden sollten. Ergebnisse der Abschlussrunde Eine Sammlung hat ergeben, dass es sowohl am Schulzentrum als auch in der Gemeinde schon sehr viele Aktivitäten zur Gewaltprävention gibt. Des weiteren wurden andere Möglichkeiten gesucht, die aufbauend auf die Erfahrungen aus dieser Trainingswoche möglichst kostenneutral umgesetzt werden können und vor Ort„beschlossen“ werden sollten. Folgende Aktivitäten wurden konkret vereinbart: • Schulsozialarbeit: Die Verwaltung strebt an, eine 50%-Stelle für eine/n Schulsozialarbeiter/in zu schaffen • Gewaltprävention in der Grundschule: Überprüfung des Curriculums auf Möglichkeiten, das Thema zu integrieren • Vernetzung über die Schularten hinweg: Jour fixe der Schulleitungen und Einbindung der SMV • Bessere Zusammenarbeit von Schule und Vereinen: es soll versucht werden, eine Art Ortsjugendkonferenz zu installieren
Druckschrift
Gewaltprävention - Projektwoche im Schulzentrum Sulzbach/Murr : Workshops und Diskussionsrunden vom 26. bis 29. Mai 2008. Oktober 2008 ; Veranstaltungsinformation des Fritz-Erler-Forums Baden-Württemberg, Landesbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung
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