Konferenzband 
Bildungspolitik von unten - zeigen wie es geht! : Bildungskongress im Rathaus Stuttgart am Samstag, den 11. Oktober 2008 ; Veranstaltungsinformation des Fritz-Erler-Forums Baden-Württemberg, Landesbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung
Entstehung
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Einführungsvortrag von Prof. Dr. Dr. Franz J. Radermacher Hier eine von Herrn Prof. Radermacher zusammengestellte Auswahl der vorgetragenen Positi­onen: Prof. Dr. Dr. F. J. Radermacher, Vorstand des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbei­tung/n(FAW/n), zugleich Professor für Informatik, Universität Ulm, Präsident des Bundesverbandes für Wirt­schaftsförderung und Außenwirtschaft(BWA), Berlin, Vizepräsident des Ökosozialen Forum Europa, Wien sowie Mitglied des Club of Rome Bildung ist von höchster Bedeutung Bildung ist für die Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Sie ist eine wichtige Basis für ein er­fülltes Leben jedes Einzelnen. Sie ist die Basis für das Erzeugen von Wohlstand. Sie ist auch Voraussetzung dafür, dass Individuen und Gesellschaft ihren Status verteidigen, erhalten bzw. ausbauen können. Bildung betrifft den ganzen Menschen Bildung betrifft den ganzen Menschen in all seinen Dimensionen. Nicht nur logisch abstrakt, sondern auch holistisch-ganzheitlich, spirituell, musisch, als soziales Wesen und in Bezug auf die Körperlichkeit(Sport, Sensomotorik). Der Mensch ist ein Kulturwesen Der Mensch ist kein Homo oeconomicus, kein Pareto-Nutzen-Optimierer, keine Effizienzma­schine, keinBruttosozialproduktvollstrecker. Er ist vielmehr ein Homo oeconomicus coope­rativus, also ein kooperatives Wesen, ein Kulturwesen, in der Sprache des Philosophen Mit­telstraß einGalileo-Wesen. Er verknüpft Natur und Kultur, Biologie und Technik. Ökonomie und Wertschöfpung sind nicht das Finale im Leben, auch wenn es stimmt: Ohne Wirtschaft ist alles nichts. Wettbewerb braucht Regulierung Wettbewerb hat Grenzen. Regulierung ist ein zentrales Thema. In der Entfaltung des Ökono­mischen gilt es den kulturellen Fragen, dem Schutz der Umwelt und den sozialen Ausgleich Raum zu verschaffen. Die aktuelle Weltfinanzmarktkrise zeigt deutlich, wo man endet, wenn Regulierung inadäquat ist.