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März
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Pressespiegel März 2011 1. Syrien als Opfer einer auswärtigen Verschwörung Die Unruhen, die am 15. März in der Stadt Daraa nahe der jordanischen Grenze begannen, haben inzwischen ganz Syrien erfasst. Über hundert Menschen sind von den staatlichen Sicherheitskräften erschossen, noch viele mehr verletzt und verhaftet worden. In den syrischen Medien werden die Ereignisse heruntergespielt und der Eindruck vermittelt, es handele sich um wenige, von auswärtigen Akteuren verführte Unruhestifter. Die Rede ist vonbe waffneten Banden undradikalen Kräften aus Nachbar ländern, die Konflikte zwischen den verschiedenen Religi onsgruppen provozieren wollten. Als eine der möglichen Kräfte, die hinter derVerschwörung vermutet werden, werden islamistische Gruppen genannt. Der Vorsitzende der Muslimbrüder in Syrien, Riyad al Shaqfa, habe vor zwei Monaten angekündigt, die Muslimbrüder planten, nach Syrien zurückzukehren und militärische Gewalt anzuwenden(Teshreen/ al Thawra/ al Baath/ al Watan 24.03.2011). Außerdem wurde auf das Interesse Israels an einer Schwächung des politischen Systems in Syrien hin gewiesen(al Watan 24.03.2011). Im Zentrum der Kritik standen die ausländischen Medien, insbesondere die überregionalen arabischen Fernsehsender wie al Arabiya, die ausführlich über die Unruhen in Syrien berichteten und syrische Oppositionelle zu Wort kommen ließen. Der Gründer des in Dubai stationierten syrischen Fernsehsenders Orient, Ghassan Abboud, berichtete auf al Arabiya, seine syrischen Mitarbeiter seien telefonisch bedroht und aufgefordert worden, ihre Arbeit bei Orient einzustellen, sonst würden ihre Familienangehörigen in Syrien verschleppt werden(Syria News 23.03.2011). Seit dem 29. März kann Orient in Syrien nicht mehr empfan gen werden. Dem jordanischen Reuters Korrespondenten, Khaled Oweis, wurde aufgrund seiner Berichterstattung über die Ereignisse und Daraa die Lizenz entzogen und er selbst des Landes verwiesen(Damaspost 27.03.2011). Satellitensender alarmiert wegen 30 De­monstranten und drei Frauen!!! Nach den Informationskampagnen, Aufrufen über das Internet und Tausenden von Nachrichten per Mobiltelefonen und E Mail, sind gestern etwa dreißig Personen ohne klare Forderungen auf die Straße gegangen. Ihre Parolen waren: ‚Friedlich, Friedlich Gott, Syrien und Freiheit! Falschmeldungen wurden sofort über die Fernsehsender al Arabiya und Orient verbreitet, und es hieß, die syrische Opposition ste cke hinter den Demonstrationen. Die Fernsehsender hatten auch gemeldet, nach dem Nachmittagsgebet sollten Demonstrationen gegenüber der Ummaya denmoschee stattfinden. Korrespondenten von aus ländischen Fernsehsendern begaben sich zur Alt stadt, mussten jedoch feststellen, dass sich dort keine Demonstranten versammelt hatten.() Der Fernseh sender Orient unterbrach gestern sein Programm, um zu melden, am Nachmittag seien weitere Demonstra tionen vor der Ummayadenmoschee geplant. Weiter hatte Orient in Eilnachrichten gemeldet, in mehreren syrischen Provinzen fänden Demonstrationen statt. Dieser Sender hat sich die Verbreitung von Falsch nachrichten und Aufstachelung der Bevölkerung zum Ziel gesetzt. Gründer des Fernsehsenders Orient ist der Syrer Ghassan Aboud, der seinen Wohnsitz in Dubai hat.() Die Ereignisse von gestern deuten auf eine gezielte Kampagne gegen Syrien hin. Zuvor wurde bereits gemeldet, dass seit einigen Tagen tele fonische Kurznachrichten an syrische Bürger ver