IMPULS Blickwinkel BaWü Wirtschaftliche Herausforderungen und betriebliche Demokratie: Betriebsratswahlen 2026 Sylvia Stieler In diesem Frühjahr finden bundesweit Betriebsratswahlen statt, zum zehnten Mal im vierjährigen Turnus, den das Betriebsverfassungsgesetz(BetrVG) vorsieht(§ 13 Abs. 1 BetrVG). Die Betriebsratswahlen fallen in eine Phase gro ßer Unsicherheit: Zum einen sind die wirtschaftlichen Per spektiven nicht gut – nach Jahren mit Stagnation bzw. einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts wird für 2026 bestenfalls ein kleines Wachstum vorhergesagt, das mit dem Krieg im Nahen Osten erneut gefährdet ist. Zum anderen sind Betriebsratswahlen ein wichtiges Element im bundesdeutschen Demokratieverständnis: Sie sind die zweitgrößte demokratische Wahl nach den Bundestagswahlen. Außerdem sind die gewählten Betriebsräte als Interessenvertretung der Arbeitnehmer:innen Elemente unseres gesellschaftlichen Demokratieverständnisses und prägen damit wesentliche Möglichkeiten des Mitgestaltens sowie der Erfahrung von Selbstwirksamkeit(Kiess; Schmidt, 2025). Zwischen dem 1. März und dem 31. Mai wird gewählt. Die aus den Wahlen resultierende Zusammensetzung der Betriebsratsgremien ist mehr als die betriebliche Interessenvertretung für Mitarbeiter:innen, sondern sie beeinflusst Arbeitsbeziehungen, Arbeitsbedingungen und sogar die Innovationsfähigkeit der Unternehmen. Daher lohnt sich ein ausführlicherer Blick auf die wechselseitige Beeinflussung der Betriebsratswahlen und der aktuellen Wirtschaftsschwäche. Blickwinkel BaWü – Betriebsratswahlen 2026 1
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Wirtschaftliche Herausforderungen und betriebliche Demokratie : Betriebsratswahlen 2026
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