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Institutionelle Grundlagen
Entstehung
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Im Vergleich zu vielen anderen europäischen PSM­Systemen ist die gesellschaftliche Beteiligung in Deutsch­land institutionell stärker ausgeprägt. Durch die plural be­setzten Rundfunkräte existiert zumindest formal eine plu­rale gesellschaftliche Mitwirkung an der Governance der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Insgesamt zei­gen die obigen Ausführungen jedoch, dass bei demokrati­scher Kontrolle und Partizipation in allen untersuchten Ländern noch bislang ungenutzte Potenziale bestehen. 7. Zusammenfassung Wie sich zeigt, stehen PSM in Europa auf sehr unterschied ­lichen institutionellen und strukturellen Fundamenten. Die Spannbreite reicht von stark zentralisierten Modellen mit nur einer PSM-Organisation(z. B. Österreich, Italien) bis hin zu komplexen, vielfältig ausdifferenzierten Systemen (z. B. Frankreich oder das Vereinigte Königreich). Auch die rechtlichen Grundlagen, Auftragsdefinitionen sowie die in­ternen und externen Governance-Strukturen unterscheiden sich erheblich seien es privatrechtliche oder öffentlich­rechtliche Organisationsformen, staatliche Eigentumsmo­delle, stiftungsgetragene Konstruktionen oder hybride For­men von Aufsicht. Über die Ländergrenzen hinweg lassen sich jedoch insbesondere beim Auftrag gemeinsame Elemente erken­nen: PSM sollen einen gesellschaftlichen Mehrwert schaf­fen, indem sie unabhängige und vielfältige Information be­reitstellen, Kultur und Bildung fördern und zu gesellschaft­lichem Zusammenhalt beitragen. Die Art und Weise, wie dieser Auftrag rechtlich konkretisiert und institutionell ab­gesichert wird, fällt allerdings sehr unterschiedlich aus. Be­sonders deutlich wird dies in der Rolle der externen Auf­sicht, die in einigen Staaten primär durch unabhängige Re­gulierungsbehörden erfolgt, in anderen hingegen stärker durch politische Akteure geprägt ist. Öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Europa Institutionelle Grundlagen 6