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Präsidentschaftswahlen in Sri Lanka
Entstehung
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Die Reaktion der LTTE Die LTTE reagierte auf die Antrittsrede des neuen Präsidenten mit einer Warnung, dass sie auf dem Festhalten am aktuellen Waffen­stillstandsabkommen bestehen würde. Gleich­zeitig zeigt das Verhalten der LTTE zu den Wahlen deutlich, dass sie sich von der Fort­führung der Friedensverhandlungen auf Basis der Oslo-Deklaration, nach der eine föderale Lösung angestrebt wird, wenig verspricht. Nach der Ermordung von Außenminister Kar­dirgama im August hat auch die EU einen Reisebann gegen Mitglieder der LTTE ver­hängt. Mit dem Boykottaufruf konnte die Se­paratistenorganisation zwar ihre Dominanz über die tamilische Bevölkerung unter Beweis stellen, hat gleichzeitig aber eine wachsende internationale Ablehnung provoziert. Wochen vor der Wahlen war bereits deutlich gewor­den, dass die LTTE nicht, wie ursprünglich angenommen, die Kandidatur Wickremesing­hes unterstützen würde. Dies zeichnete sich bereits vor dem Boykottaufruf ab, als Medien der LTTE, vor allem das Tamilnet damit be­gannen, ein negatives Bild des Oppositions­führers zu vermitteln. Seit einigen Wochen organisiert die LTTE Geldsammlungen in der tamilischen Diaspora in Europa und Austra­lien, um damit denfinal war zu finanzieren. Es steht zu befürchten, dass LTTE-Chef Prab­hakaran in seiner diesjährigen Rede zum LTTE­Heldentag am 27. November der Regierung ein Ultimatum stellt, entweder den Vorschlag für eine von der Separatistenorganisation do­minierten Übergangsverwaltung für den Nordosten zu akzeptieren oder das Waffen­stillstandsabkommen aufzukündigen. Mit der Wahl hat der Einfluss extremistischer Gruppen auf das politische Geschehen in Sri Lanka damit weiter zugenommen. Die Polari­sierung der Bevölkerung entlang ethnischer und religiöser Linien hat sich weiter verschärft. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich Rajapak­se sich an die Versprechungen gegenüber beiden JVP und JHU gebunden fühlt oder ob er einen unabhängigen pragmatischen Kurs fahren wird. Ansprechpartnerinnen: Dr. Beate Bartoldus, Tel.: 0228-883-516, E-Mail: Beate.Bartoldus@fes.de(verantwortlich) Ulrike Ehnes, Tel.: 0228-883-508, E-Mail: Ulrike.Ehnes@fes.de Friedrich-Ebert-Stiftung Internationale Entwicklungszusammenarbeit, Referat Asien und Pazifik Godesberger Allee 149, 53175 Bonn, Fax: 0228-883-575 Die Kurzberichte sowie Informationen zur Arbeit der FES in Asien finden Sie unter: www.fes.de/asien . - 4-