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Wie sichern wir unsere Renten? : Plädoyer für eine globale Strategie
Entstehung
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Alfred Pfaller/ Lothar Witte Wie sichern wir unsere Renten? Plädoyer für eine globale Strategie der mit beachtlichem wirtschaftlichem Potenzial eigentlich nicht in unsere Überlegungen zur lang­fristigen Stabilisierung der europäischen Alterssicherungssysteme aufnehmen? Die Antwort liegt auf der Hand, denn nicht nur das gegenwärtige wirtschaftliche Potenzial, sondern auch die wirt­schaftliche Dynamik der letzten zehn Jahre spricht nicht wirklich dafür, unsere Überlegungen zum Ausgangspunkt einer neuen Strategie der Alterssicherung zu machen. Die entwicklungspolitische Herausforderung (Es käme darauf an, in den demographisch jungen Ländern wirtschaftliche Entwicklungsprozesse in Bewegung zu setzen, unabhängig davon, ob die jeweiligen sozio-politischen Umstände dies der­zeit begünstigen oder nicht. Die politische Aufgabe wäre es, günstige Umstände zu schaffen.) (Der Westen hat sich nie ernsthaft die Entwicklung der Dritten Welt zum prioritären Ziel gesetzt.) Man könnte es dabei belassen und sich auf dieernsthaften Optionen zum Umgang mit der Alters­sicherungsproblematik beschränken. Diese laufen allesamt darauf hinaus, aus dem oben dargestell­tenMenü der Grausamkeiten(drastischer Einschnitt im Konsumstandard bei der Verrentung, drastische Konsumeinschränkung der Aktiven, erheblich längere Lebensarbeitszeiten) die gesell­schaftlich bekömmlichste Auswahl zu treffen. Daran wird wohl auch kein Weg vorbei führen. Man kann aber dennoch das Potenzial, das in der grundsätzlichen Komplementarität alter und junger Gesellschaften liegt, als politische Herausforderung begreifen. Um dieses Potenzial zur Abmilde­rung der erwähntenGrausamkeiten zu nutzen, käme es darauf an, die jungen Gesellschaften möglichst schnell auf den Weg anhaltend hohen wirtschaftlichen Wachstums zu bringen. Einst wurde die Rohstoffgewinnung in peripheren Regionen für die Weltwirtschaft erschlossen, weil es den Erschließern opportun erschien. Diezugehörigen Gesellschaften wurden dabei für die damals geltenden Belange der expandierenden Weltwirtschaft umfunktioniert, unabhängig davon, welche Form des Wirtschaftens dem jeweiligen gesellschaftlichen Zustand/Entwicklungsstand ent­sprach. In einer ähnlichen Logik müsste nunmehr dasdemographische Potenzial der weltwirt­schaftlichen Peripherie erschlossen werden. Anders ausgedrückt: es käme darauf an, dort wirt­www.fes-online-akademie.de Seite 13 von 16