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Antworten für eine alternde Gesellschaft
Entstehung
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In Würde alt werden 22. September 2007 4 vor allem der zunehmenden Langzeitarbeitslosigkeit das Problem der Altersarmut zunehmen wird. Alter als freundliche Lebenszeit erleben zu dürfen, darf nicht ein Privileg bestimmter Schichten werden! Für die Bewertung des Alters ist es interessant, dass von der Antike bis in das vorindustrielle Zeitalter die Achtung vor dem Alter groß war. Hohes Alter, mit dem sich Weisheit und Würde verbanden, wurde als Geschenk der Götter angesehen. Später- mit der Industrialisierung trat an Stelle der Erfahrung das durch Techniken erlernbare und stetem Wandel unterworfene Wissen. Beharrlichkeit verlor an Wert. Analog sank die Achtung vor dem alten Menschen, dessen Fähigkeiten angesichts von Akkordarbeit und ständiger Leistungssteigerung abqualifiziert wurden. Heute stellen die Senioren die Mehrheit des Wahlvolkes. Unsere Zukunft liegt so nicht unwesentlich in ihrer Hand. Die biblische Überlieferung Die biblische Überlieferung ist geprägt von Achtung vor dem Alter. Dies legt nicht nur das vierte Gebot nahe:Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren auf dass es dir wohl gehe und du lange lebest auf Erden.(Dabei klingt neben der Würde des Alters auch der heute noch relevante Generationenvertrag an.) Im 3. Buch Mose Kap 19,32 heißt es:Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren und sollst dich fürchten vor deinem Gott. Grundsätzlich versteht die Bibel Leben als Gottes Geschenk; dabei ist die mit der Schöpfung geschenkte Ebenbildlichkeit des Menschen nicht an eine bestimmte Lebensphase gebunden sondern stets Anspruch und Würde zugleich. Daraus resultiert für jeden Menschen, zur Freiheit und Mündigkeit berufen und auf Beziehung und Dialog angewiesen zu sein. Auch das biblische Doppelgebot der Liebe enthält keine Altersklausel, sondern gibt dem Menschen auf, sich selbst zu lieben und zu achten, ganz gleich wie weit ich mich von meinem Selbstbild entfernt habe. Andererseits eröffnet die Begegnung mit Gott immer neue Zeiten der Blüte und Fruchtbarkeit, von der auch die sehr Alten nicht ausgenommen sind (Sarah wird schwanger, Abraham bricht in den Süden auf). So vermittelt gerade das Alte Testament eine Vielzahl von Altersbildern und erzählt immer wieder von wichtigen Aufgaben, die Alte für alle übernehmen. Im Blick auf die theologische und seelsorgliche Bedeutung des Alters, sei an dieser Stelle darauf verwiesen, dass man auch davon ausgehen muss, dass je älter ein Mensch wird, desto größer ist auch seine Schuld, andere nicht genug geliebt zu haben(auch die eigene Erlösungsbedürftigkeit wird intensiver wahrgenommen). Dies ist vielleicht einer der zentralen Unterschiede zwischen alten und jungen Menschen(wenn man einmal