und er fügte hinzu, dass mit internationaler Hilfe sogar eine Reduzierung um 41% möglich wäre. Diese Position vertrat Indonesien auch auf der UN-Klimakonferenz im Dezember 2009 in Kopenhagen. Dem dort erarbeiteten`çéÉåÜ~ÖÉå= ^ÅÅçêÇ zufolge, sollen den armen Ländern- und dazu würde auch Indonesien zählen- für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels im Zeitraum 2010 bis 2012 bis zu 30 Milliarden USDollar und ab 2020 sogar 100 Milliarden USDollar pro Jahr zur Verfügung stehen. Erste Ergebnisse Erfolge aus der Sicht ostasiatischer Schwellenländer sind durchaus zu verzeichnen: Die Rolle der Weltbank und der regionalen Entwicklungsbanken bei der Bekämpfung von Armut wurde auf allen Gipfeltreffen der G-20 hervorgehoben. Der Internationale Währungsfonds wird reformiert, so dass die Schwellenländer zukünftig mehr Mitsprache haben. Mindestens 5% der Stimmrechte im IWF werden zugunsten der bislang unterrepräsentierten Schwellenländer verschoben. Mehr als 500 Milliarden USDollar für das erneuerte und erweiterte NABProgramm( kÉï=^êê~åÖÉãÉåíë= íç=_çêêçï) des IWF zugunsten der von der Weltfinanzkrise am stärksten betroffenen Länder wurden zugesagt. Des Weiteren einigten sich die Teilnehmer auf eine Stimmrechtsveränderung bei der Weltbank, sprich einer Umverteilung von mindestens 3% für Entwicklungs- und Schwellenländer. Die Weltbank wurde aufgefordert, eine führende Rolle bei der Lösung globaler Probleme zu spielen, wie zum Beispiel bei Fragen des Klimaschutzes und der Nahrungsmittelsicherung. Die Weltbank und andere regionale Entwicklungsbanken sollen dazu ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt bekommen. Die G-20 beschloss, die IWF-Mittel um über 1 Billionen US-Dollar aufzustocken. Gut 850 Milliarden Dollar davon sollen für in die Krise geratene Entwicklungsländer zur Verfügung stehen. Eine Entscheidung, die auch als ein Zeichen für mehr finanzielle Großzügigkeit gegenüber denen gesehen werden kann, die in Pittsburgh nicht mit am Verhandlungstisch saßen. Nicht ganz so erfreulich sind die Ergebnisse zum Thema Klimaschutz, die in Pittsburgh einen ernüchternden Zwischenstand aufzeigten. Zum einen ist vorläufig kaum mit einer baldigen Verabschiedung eines US-Klimagesetzes zu rechnen, zum anderen waren auch die Schwellenländer, insbesondere China, nicht bereit, zusätzliche Mittel für den Klimaschutz im eigenen Lande bereitzustellen. Erste Anzeichen für ein mögliches Scheitern der bevorstehenden UNKlimakonferenz wurden deutlich. Auf dieser Konferenz in Kopenhagen gelang es dann weder eine völkerrechtlich verbindliche Nachfolgeregelung für das Kyoto-Protokoll zu verabschieden noch eine Selbstverpflichtung zur Halbierung des globalen Kohlendioxidausstoßes bis zum Jahre 2050 zu erreichen. Das zentrale Abschlussdokument, der`çéÉåÜ~ÖÉå=^ÅÅçêÇ, ist ein Konsens von rund 30 Staaten, mehrheitlich Industrie- und Schwellenländer und basiert auf einem mühsam erlangtem Kompromiss zwischen der VR China und den USA. Die meisten Entwicklungsländer lehnten diesen Text jedoch ab. Unter anderen sprach der Vertreter Nicaraguas von einem Übernahmeversuch einer G-22, also der Gruppe führender Staaten, gegen die G-192, die Vereinten Nationen. China und Indonesien begrüßten jedoch die Ergebnisse des Kopenhagener Gipfels. Beijings Außenminister sprach von einem neuen Anfang und Indonesiens Staatspräsident drückte seine Zufriedenheit über die Ergebnisse der UNKlimakonferenz aus. Herausforderungen Die aufstrebenden Staaten Ostasiens und dies gilt natürlich auch für alle anderen Schwellenländer, stehen vor der Herausforderung, über ihre bisherige Rolle als ‚Außenstehende’ und als ‚Vertreter des Südens’ hinauszuwachsen. Sie müssen die gemeinsame Verantwortung für die Lösung globaler Probleme und die Schaffung effektiver weltpolitischer Institutionen akzeptieren. Das heißt, sie müssen über spezifische SüdSüd-Koalitionen hinaus auch in der Lage sein, Nord-Süd-Koalitionen einzugehen. Dies gilt für die Reformen der Internationalen Finanzinstitutionen ebenso wie für den Abschluss der DohaRunde. Obwohl Entwicklungsländer auch in der Vergangenheit immer wieder zur globalen politischen Agenda beigetragen haben, blieben deren Auswirkungen allenfalls bescheiden. Einem - 5-
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