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Dossier zur Schulentwicklungsplanung: Landkreis Tübingen : Tragfähigkeit und Versorgungsleistung der Schulen 2010-2020/25
Entstehung
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Betrachtet man die Konstellation des Übertritts zur Sekundarstufe in den 15 Gemeinden des Landkreises Tübingen, dann dominiert eine Schulart in den meisten Gemeinden, nämlich das Gymnasium mit 40% und mehr Zugang in 11 Gemeinden. 5 Fortschreibung des gegliederten Schulwesens Das gegliederte Schulwesen nimmt eine Trennung der Schülerschaft in Besucher von Haupt­schule, Realschule und Gymnasium ab dem 5. Schuljahr vor. Diese Aufteilung soll für die 15 Ge­meinden des Kreises Tübingen betrachtet werden, wobei eine Fortschreibung in die Zukunft vor­genommen wird. 5.1 Zukunft der Hauptschulen und Werkrealschulen Ausgangspunkte sind die Prognosewerte für die Jahrgangsbreite zur Sekundarstufe ab 2015 und für 2020/25 sowie die Variation der Übergangsquote an die Hauptschule. Von der zukünftigen Jahrgangsstärke ausgehend und die Zugänge zur Hauptschule variierend(25%, 20% und 15%) kann somit ein differenziertes Bild der Schülerzahlen und Tragfähigkeit gezeichnet werden. Im Landkreis Tübingen gibt es im Schuljahr 2008/09 noch 24 Hauptschulen in 14 Gemeinden, da­von bieten drei eine Werkrealschule(10. Klasse) an(in drei Gemeinden). Es ergibt sich auf kom­munaler Ebene eine deutliche Stufung der Gefährdung dieser Hauptschulen, weil die Klassengrö­ße(16 Schüler/innen) oder die Zweizügigkeit(31 Schüler/innen) als Kriterien zukünftig nicht er­reicht werden. Die Untersuchung von der Gemeindeebene her erbringt vier Gefährdungsstufen für die noch 22 bestehenden öffentlichen Hauptschulen: Sehr starke Gefährdung von 11 Hauptschulen: unter Klassenbildung Insgesamt 11 Hauptschulen erreichen bereits aktuell nicht die Stärke für ein Klasse, d.h. sie blei­ben unter 16 Schüler/innen im Jahrgang. Dies ist fast die Hälfte der Hauptschulen im Kreis, denen unmittelbar in den nächsten Jahren(wenn nicht schon vollzogen wie in zwei Fällen) die Schließung droht; fast alle diese Hauptschulen sind die einzige Schule der Sekundarstufe am Ort. Starke Gefährdung bei weiteren 6 Hauptschulen: nur einzügig(öfters knapp) Weitere 6 Hauptschulen haben allein wenige Schüler/innen in Klasse 5(zwischen 19 und 22), sie könnten aber im Verbund mit Nachbargemeinden die Einzügigkeit sichern. Wo das nicht gelingt, droht auch ihnen die Schließung. Sie dürften auf keinen Fall eine eigene Werkrealschule(mit Klas­se 10) anbieten können. Gewisse Gefährdung bei 3 Hauptschulen: unter zweizügig Im Kreis haben 3 Hauptschulen gegenwärtig zwar allein weniger als 35 Schüler/innen(zum Teil deutlich), aber durch Zugang von Nachbargemeinden dürfte die Größenordnung von 35 und mehr Schüler/innen erreicht werden. In diesen Fällen, die alle in den Städten Rottenburg und Tübingen liegen, ist eine Zweizügigkeit und damit auch Werkrealschule möglich, wobei aber nicht durchweg von einer langfristigen tragfähigen Sicherung gesprochen werden kann. Ohne Gefährdung sind 2 Hauptschulen: stabil zweizügig Wenn die stabile Tragfähigkeit mit zwei Zügen angestrebt wird, sind nur 2 Hauptschulen in 2 Ge­meinden nicht gefährdet, weil allein nachhaltig 40 und knapp mehr Schüler/innen vorhanden sind. Diesen beiden Hauptschulen liegen wiederum in Tübingen und Rottenburg. Demnach sind es möglicherweise 5 Hauptschulen, die als neue Haupt/-Werkrealschule fungieren können; sie sind dann allerdings nur in drei Gemeinden vertreten(Mössingen, Rottenburg und Tü­18